Fallout

Es hätte so einfach sein können.
Herr Kemmerich hätte nach vorn treten können, die Hand heben, den Amtseid ablegen und dann die Frage der Landtagspräsidentin, ob er das Amt annehme, klar und deutlich beantworten können.
„Frau Präsidentin, ich bin in überwiegender Mehrheit durch eine antidemokratische, von einem Faschisten geführten Partei gewählt worden. Da ich selber mich als Demokraten verstehe und das ebenso für alle Kolleginnen und Kollegen gilt, die in diesem Landtag sitzen – mit Ausnahme der eben erwähnten Personen – kann ich diese Wahl nicht annehmen. Nur so ist es mir möglich, Schaden vom Land und vor allem der Demokratie abzuwenden. Ich danke Ihnen.”

Danach: Abgang. Hinsetzen. Ungläubiges Schweigen im Saal. Dann langsam einsetzender Applaus von der Bank des Ministerpräsidenten Ramelow von der Linkspartei. Stehende Ovationen von den Grünen. Wutschäumendes Gebrüll von Höckes Bank.
Nur Minuten später, kurz nach der Eilmeldung vom Ableben Alexander Gaulands durch massives Aneurysma, hätten sich Tausende Menschen auf den Straßen Thüringens versammelt, in Berlin wären feiernde Jugendliche aus der Rigaer Straße zur Parteizentrale der FDP gezogen, um ihren Mitgliedsantrag auszufüllen, in Hamburg wäre die komplette Brückenbesatzung der Roten Flora geschlossen in die Partei eingetreten, die Umfragen zur Bürgerschaftswahl in der Hansestadt hätten die FDP am heutigen Samstag auf 15 Prozent verortet, die Bundespartei wäre voll des Lobes und stünde in der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl bei 18 Prozent. Es hätte so einfach sein können.

Stattdessen versammelten sich bundesweit insgesamt mehr Menschen zu Spontandemos auf der Straße, als die FDP in Thüringen überhaupt gewählt hatten, um ihrem spontanen Unmut darüber Ausdruck zu verleihen, daß sich der Kandidat der 5,00001%-Partei mit dem schon seit Jahrzehnten irreführenden Label „liberal” mit Hilfe von Faschisten ins Amt hatte hieven lassen.
Einfach nur, um einen durchaus beliebten linken Ministerpräsidenten abzulösen, dessen Erzfeind, Mike “Machtgeil” Mohring, in seinem psychopathischen Realitätsverlust immer wieder etwas von einer linksextremistischen Regierung gefaselt hatte, die es abzulösen gälte.
Wozu sich aber eben dieser Herr Mohring selbst nicht bereitfinden wollte, denn eigentlich hätte man von der drittstärksten Fraktion des Landtags exakt eine solche Kanditur erwarten sollen. Nach all den wahnhaften Sprüchen ihres Fraktionsvorsitzenden hätte man diesen Lauf der Ereignisse sogar annehmen müssen.

Es kam nur deshalb nicht dazu, weil die Thüringer CDU, geführt von Mad Mike, im Vorfeld immmer wieder erzählt hatte, sie würde natürlich keinesfalls mit dieser anderen Partei da zusammenarbeiten. Die haben halt auch „Alternative” im Namen und Alternativen außerhalb der CDU mochte die CDU noch niemals, weshalb sie im Laufe der Jahrzehnte eine selektive Blindheit für eben solche entwickelt hat.
Der perfekte Weg, den König zu ermorden, ohne hinterher wie Macbeth ständig dem Waschzwang zu unterliegen, war es also dieser Tage, einen Herrn Kemmerich als willigen Strohmann nach vorn zu schieben, diesen dann natürlich zu wählen – wie könnte man das auch nicht bei einem Kandidaten der „bürgerlichen Mitte” – und dann mit den Schultern zu zucken und mit ungerührter Miene zu verkünden, man könne nichts dafür, wenn in einer freien und geheimen Wahl andere Fraktionen gegen ihren eigenen Kandidaten stimmten.
Dieser eigene Kandidat, Herr Kindervater (parteilos), bekam von der AfD, die ihn aufgestellt hatte, nicht eine einzige Stimme. Für ihn kam das nicht überraschend, wie er später selbst schilderte. Es war abgesprochen, schon im Vorfeld.
Zu diesem Zeitpunkt kam das Wort „Überraschung” in den Sätzen von Herrn Kemmerich und auch den Aussagen von Herrn Mohring immer noch recht häufig vor. Aber da brannte auch schon überall die Luft. Continue reading →

Nebel über dem Kanal

Nach 47 Jahren der Sklaverei hat die britische Nation es endlich hinbekommen. In einem demokratischen Rundumschlag, einer Revolution des Volkswillens, hat sie das Joch der Unterdrückung abgeschüttelt. Ab sofort ist Großbritannien tatsächlich wieder groß. Es kann souverän über seine Grenzen bestimmen und was an diesen passiert. Oder wer diese passiert. Es kann seine eigenen Regeln aufstellen bezüglich Arbeitnehmerrechten. Oder Sozialstaat. Oder Außenpolitik.
Der Brexit ist endlich done. Gefühlt mehrere Millionen befreiter Briten sammelten sich vorgestern auf dem Parliament Square und zählten den Countdown eines politischen Entscheids herunter, als sei es Silvester. Viele dieser Befreiten hatten eine britische Flagge um den Hals hängen. Ein wahrhaft symbolisches Bild. Denn die meisten dieser Leute waren Engländer, keine Briten.
Noch bevor der Countdown abgelaufen war, konnte man als einer der Nicht-Befürworter des britischen EU-Ausstiegs schon sehen, wohin die von Boris Johnson angekündigte „Heilung nach dem Brexit” in der Gesellschaft der Insulaner führen wird. Es gab Plakate mit Aufschriften wie “Lock up the traitors!”
Wer also nicht für uns war, ist gegen uns. Wer in einem Referendum nicht an derselben Stelle das Kreuz macht wie ich, ist ein Verräter. Was immer da irgendwer verraten haben soll. Eine Gesellschaft, in der derartig hirnkranke Individuuen frei herumlaufen und sogar den Premierminister stellen, ist weit jenseits irgendeiner Heilung. Eine derartige Gesellschaft liegt im Sterben.

Das bisherige Crescendo dieser „Oper des politischen Idiotismus” waren die Parlamentswahlen, bei denen Boris Johnson so richtig abgeräumt hat. Nach dreieinhalb Jahren völliger Unfähigkeit, sich darüber zu einigen, was man eigentlich wollen soll, hatten die Wähler diesmal die Schnauze voll. Wir Deutschen kennen das. Gerhard Schröder wurde 1998 nicht etwa Kanzler, weil er so unfaßbar überzeugend gewesen wäre, wie er das immer geglaubt hat. Er wurde Kanzler, weil Deutschland nach 16 Jahren Kohl auch einen Ficus zum Kanzler gewählt hätte, solange der halt nicht Mitglied der CDU gewesen wäre. Mit einem Katzenbaby hätte man die absolute Mehrheit geholt.
Schröder, diese Zimmerpalme des exzessiven Neoliberalismus, wurde schlicht mangels Alternativen erster FDP-Kanzler der Berliner Republik, dann Gasableser für Putin. Heute nörgelt er gelegentlich aus dem Off an der Politiksimulation seiner Partei herum, so wie ehemalige SPD-Granden das bei ihrer ehemaligen Partei gerne tun. Das jemand wie Schröder niemals in eine Partei hätte eintreten dürfen, die das Wort „Sozialdemokratie” im Namen trägt, war schon damals ein klar erkennbares Zeichen des bevorstehenden Untergangs. Continue reading →

Zwanzigzwanzig

Wieder einmal ist es soweit. Die primitiven Eingeborenen des dritten Planeten einer gelben Zwergsonne in einem völlig aus der Mode gekommenen Spiralarm dieser Galaxis haben mit großem Getöse das Neue Jahr begrüßt.
Was bedeutet, der Planet durchläuft einen willkürlich festgelegten Punkt seiner Umlaufbahn und deswegen trinken alle riesige Mengen vergorener Getränke und fuchteln mit Raketenartillerie herum in einem geistigen Zustand, der oft schon nicht einmal mehr die Koordination der eigenen Gliedmaßen flüssig erlaubt.
Wobei, ganz willkürlich ist der Punkt auf der Umlaufbahn nicht gewählt. In wenigen Tagen wird dieser Planet den sonnennächsten Punkt seines Orbits passieren. Der ist zwar tatsächlich elliptisch, wie ein Eingeborener namens Kepler dereinst feststellte. Aber er ist so wenig elliptisch, daß man genau hinsehen muß, um das in diesem Falle zu bemerken. Die höchste Entfernung – Aphel genannt – und die niedrigste – Perihel genannt – differieren nur um einige Millionen Kilometer. Zumindest wissen die Eingeborenen also Bescheid über die astronomischen Gegebenheiten ihres Sonnensystems. Sie wissen auch, daß Alkohol eine farblose, unter hiesigen Normbedingungen leicht verfliegende Flüssigkeit ist, die auf Lebensformen auf Kohlenstoffbasis giftig wirkt. Das hindert sie allerdings nicht daran, dieses Zeug in sich reinzuschütten.

Während also draußen die letzten Schnapsleichen zusammengefegt werden und Jagdhorden die panikartig entlaufenen Hunde der letzten Nacht einfangen, geht es dem Kalenderjahr wie dem Schreiber des Blog in seiner Bambushütte am Rande der Zivilisation. Es wandelt sich in etwas Rundes mit einer Null. Zweitausendzwanzig, gerade eben in sehr vielen meiner SF-Romane noch als ferne Zukunft gehandelt, steht plötzlich in der Datumszeile von Dokumenten und läßt alles stark surreal aussehen. Hätte der Autor dem Alkohol zugesprochen, er würde vermuten, in eine Filmkulisse geraten zu sein. Tee ist allerdings nicht bekannt für das Auslösen von Realitätsverzerrungen, sofern man von Zubereitungen mit Stechapfel und ähnlich lustigen Gewächsen einmal absieht.
Also ist jetzt wohl tatsächlich 2020.
Das wiederum bedeutet, daß hier auch gerade ein komplett neues Jahrzehnt anbricht. Endlich muß man sich keinen mehr abbrechen und solchen Blödsinn von sich geben wie „Nuller-Jahre” oder „Zehner-Jahre”. Im letzten Jahrhundert begannen hier die „Roaring Twenties”, die „Goldenen Zwanziger”. Genauso wird es in diesem Jahrhundert auch sein. Allein das deutsche Börsentier DAX ist um etwa 25 Prozent dicker geworden, was für einen eher flachen Waldbewohner gar nicht so schlecht ist. Hätte der Autor zu Beginn des letzten Jahres mal eben 100 Mille übriggehabt, die man eventuell auch nie wieder benötigt, er wäre um 25 Mille reicher geworden. Das ist mehr, als so mancher Arbeitnehmer netto übers Jahr mit seiner Knechterei zusammenkratzen kann und dafür hätte man nichts tun müssen, außer sich gemütlich auf dem Sofa die Eier zu schaukeln.

Das ist einer der Punkte, den die Golden Twenties des letzten Jahrhunderts mit denen dieses Jahrhunderts gemein haben werden: diejenigen, die eh schon viel Geld haben, werden relativ problemlos noch mehr dazubekommen. Gold kauft sich schließlich nicht von alleine. Was wird sonst noch passieren innerhalb des nächsten Zyklus? Nun, same procedure as every year, wenn Kassandra recht behält.
Immer mehr Menschen werden feststellen, daß die Zukunft, die sie sich mit Teller waschen zu erlangen hofften, nicht etwa ein Millionärsdasein beinhaltet, sondern einfach mehr Teller und einen Tellerwäscher mit einem Arsch voll Schulden. Diese Vorhersage gilt sowohl individuell als auch kollektiv, also für das gesamte wurbelige Gebilde aus Primaten mit Raketen, das allgemein so „Zivilisation” genannt wird.
Während die Folgen der voranschreitenden Klimazerstörung in den Zwanzigern zunehmend unübersehbar werden, wird die Anzahl diejenigen, die sich die Finger in die Ohren stecken und LaLaLa singen, während sie behaupten, an solchen abergläubischen Hokuspokus nicht zu glauben, weiterhin zunehmen. Außerdem werden sie beim Singen immer lauter werden. Und schriller. Gerade eben kann man das wieder erkennen an den Reaktionen auf ein Lied, in dem Omma eine Umweltsau ist. Viele der gemeingefährlichen Idioten, die deshalb Mitarbeiter des ZDF mit Morddrohungen überziehen, werden sich im kommenden Jahrzehnt immer häufiger in ihren eingebildeten Menschenrechten und angeblicher Kultur gefährdet sehen und entsprechend reagieren. In diesem Falle handelt es sich um Primaten, die der eingangs gelieferten Beschreibung auch ohne Alkohol entsprechen und die zwar keine Raketenartillerie besitzen, dafür aber Internetzugang und Twitteraccounts.
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Last Christmas

„Falls wir heute Abend noch irgendwas versauen können, gebt mir Bescheid.”
Captain Kirk

Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Bitte gehen Sie weiter. Es gibt nichts zu sehen. Es ist alles vorbei, das Jahr geht zu Ende, genießen Sie die Feiertage.
Eigentlich wollte ich noch einen Beitrag schreiben. Aber warum, so kurz vor Weihnachten?
Selbst die aktivste 16jährige des Planeten ist wieder nach Hause zurückgefahren. Mit der deutschen Bahn unter anderem. Schade nur, daß die Bahn nicht fuhr, in der Ms Thunberg, soeben erst zur Person des Jahres auf dem Cover von TIME gekürt, ihren Platz in der 1. Klasse gebucht hatte.
Im Ersatzzug beging Greta dann die unverzeihliche Selbstinszenierung, fotografiert zu werden. Auf dem Boden sitzend. Irgendwer griff das Bild auf und sagte: „Die Bahn ist wieder mal scheiße”.
Ein Urteil, dem Kassandra sich so pauschal nicht anschließen möchte. Nach meiner Erfahrung sind oft Menschen scheiße, die mit der Bahn fahren und dann glauben, sie hätten den ganzen Laden exklusiv für sich gepachtet. Das macht die Sache nicht einfacher.
Greta Thunberg sagte das auch nicht. Sie sagte in ihrem Tweet, es sei ganz cool, daß der Zug so voll sei. Denn das bedeute wohl doch hohe Nachfrage nach Zugreisen. Eigentlich bedeutet es wieder einmal mieses Material, chaotische Unplanung und zu wenig Personal bei der Deutschen Bahn, aber wir wollen nicht übermäßig kritisch sein. Immerhin kommt die Dame aus Schweden.
Eine Politikerin der ehemaligen spd, Franziska Giffey, sah das jedenfalls anders und warf der schwedischen Dame die eben erwähnte Selbstinszenierung vor.
Politik. SPD. Selbstinszenierung. Man finde den Fehler. Schade. Franziska Giffey hätte verhindern können, ihrerseits für eine aufgeblasene Wichtigtuerin gehalten zu werden, indem sie schlicht Thunbergs Twitteraccount gelesen hätte. Woher wissen wir, daß die spd-Trulla den Tweet nicht einmal selber gelesen hat?
Ganz einfach: Frau G. behauptete schlicht, Greta T. habe gelogen und bezüglich Zugausfall nur die halbe Wahrheit erzählt, da sie ab Göttingen einen Sitzplatz hatte.

Einen derartig schwachhirnigen Spruch zu bringen, das Ganze auch noch bei einem Interview mit Deutschlands Volksverhetzerblatt Nr. 1, führt die gemachte Aussage schon durch das Bühnenbild extrem ad absurdum.
Erstens ändert sich dadurch nichts an der Tatsache, daß die Kundin trotzdem nicht erst ab Göttingen erster Klasse gebucht hat. Zweitens ist es schlicht falsch, denn Greta Thunberg hat all ihren Widersachern, Möchtegernbelehrern, Trittbrettfahrern und Schlammwerfern aus Politik und Presse eines voraus: sie schildert Dinge gerne wahrheitsgemäß und sachlich, weswegen sie in unserer Welt als „behindert” gilt.

Die Bahn hätte das positiv für sich nutzen können. Eine Person mit großer Reichweite hatte es geschafft, aus einem fahrenden Zug heraus zu twittern! Dafür benötigt man Internet! Stattdessen entschlossen sich die Verantwortlichen, aus der eigentlich recht guten Vorlage für positives Feedback im Sinne des Schienenverkehrs ein Lehrstück zu basteln, das da heißt: How to make yourself a PR disaster in two easy lessons.
1. Sei die deutsche Bahn
2. Veröffentliche persönliche Daten deiner Kundin auf Twitter, während du auf den Premium-Service hinweist, für den die Kundin auch Premium-Preise bezahlt hat (1. Klasse!) und der schon deswegen nicht stattfindet, weil eben der gesamte Zug einschließlich der zugehörigen ersten Klasse, in dem die Kundin gebucht hat, gar nicht erst auftauchte.
Man könnte sich jetzt als Unternehmen mal dafür entschuldigen. Für den ausgefallenen Zug. Für die beleidigten Leberwürste im eigenen Team, bei denen der Kunde schuld ist, wenn man es selbst wieder mit Schwung verbockt hat. Muß man aber nicht. Man kann sich auch so zartfühlend daneben benehmen wie ein onanierender Metzger mit Kettensäge beim Jahresgipfel der Veganer-Senioren. Die Bahn, die SPD der Konzerne. Ich ahne bereits, welchen neuen Job unser hoffentlich bald ehemaliger Verkehrsminister Scheuer bekommen wird. Der ist übrigens gerade dabei, die Justiz zu behindern. Deutschland ist wahrlich gesegnet. Wir haben nicht nur einen Donald Trump. Wir haben mehrere, sie verteilen sich nur besser. Continue reading →

Klimakterium

„Irgendwann ist es zu spät. Und ob Klimaerwärmung ein Mythos ist, sehen wir dann, wenn vorm KADEWE die ersten Flamingos rumlungern.”
Torsten Sträter

Die Region Kaschmir ist seit einem Vierteljahr von der Außenwelt abgeschnitten. Das Internet und andere Dinge existieren dort nicht mehr. Die neue alte Regierung des Landes hat nach ihrem erneuten Wahlsieg die hindustisch-nationalistische Politik wieder aufgenommen und die alleinige Hoheit über das seit siebzig Jahren umstrittene Gebiet proklamiert. Seit einem Monat ist die vorher weitgehend autonome Region in zwei Unionsterritorien aufgeteilt, die vorher in der indischen Verfassung definierte Sonderrolle des Gebiets ist gestrichen. Damit ist das bisherige und sehr fragile Gleichgewicht der Kräfte gestört. Narendra Modi, Indiens unter westlichem Applaus gerade wiedergewählter Premierminister, betreibt ganz klar eine Politik des “India first”.
Auf der anderen Seite steht Pakistan, das aktuell die andere Hälfte der Region Kaschmir einnimmt. Verständlicherweise ist dessen Regierung nicht besonders begeistert über die neue Eskalation aus Neu Delhi. Beide Staaten haben bereits vier Kriege um diese Region geführt, den letzten 1972.
Sowohl Indien als auch Pakistan sind atomar bewaffnet. Die Bevölkerungszahl Indiens beträgt derzeit etwa 1350 Millionen Menschen. Dieser Staat, der so fernab von unseren Nachrichten liegt, produziert ein Viertel des gesamten Bevölkerungswachstums der Erde und legt etwa alle vier Jahre einmal Deutschland oben drauf. Es wird geschätzt, daß noch in den 2020er Jahren Indien China als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablösen wird.

Niemand konnte mir jemals erklären, was an derartig viel Bevölkerung bereichernd sein soll.
In Projektionen zur fortschreitenden Klimazerstörung auf unserem Planeten zeigt sich, daß selbst im sogenannten ‘low-emissions-scenario’ die Temperaturen auf dem Subkontinent weiter zunehmen werden. Immer öfter werden sie dabei Werte von Luftfeuchtigkeit und Wärme erreichen, die selbst für gesunde Menschen das Überleben unmöglich machen. Bei zu hoher Luftfeuchte kann Schweiß auf menschlicher Haut nicht mehr verdunsten und somit nicht kühlen. Es kommt zur Überhitzung und multiplem Organversagen.
Mensch befindet sich nicht auf dem Weg des ‘low-emissions-scenario’ und wird diesen auch nicht beschreiten, da kann man in Deutschland jederzeit die CxU fragen. Braunkohle ist wichtiger als so ein Planet. Dazu müßten wir den Eintrag von CO2 in die irdische Atmosphäre schon vorgestern nach unten bewegt haben. Das ist aber nicht der Fall. Mensch stößt jedes Jahr mehr und mehr Kohlendioxid aus, nicht weniger.
In Indien wird nach dieser Projektion etwa 50 Prozent des Staatsgebiets zunehmend der Unbewohnbarkeit anheimfallen. Kaschmir gehört mit dazu, egal,ob indische oder pakistanische Seite. Für irgendeine Religion hat sich das Klima auch noch nie interessiert. Muslime und Hindus schwitzen eben allesamt gleich. Das angesprochene Problem bezieht sich nur auf Lufttemperaturen. Ausbleibender Monsun ist nicht mit einbezogen. Überschwemmungen durch zuviel Monsun auch nicht. Ebensowenig die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Erträge. Weder auf verdorrten noch auf überschwemmten Feldern kann etwas angebaut werden. Besonders dann nicht, wenn die Bauern vorher an Hitzschlag sterben. Continue reading →

Mit Hulk im Garten

„Du kannst den Leuten nicht verbieten, ein
Arschloch zu sein.”
Simon Phoenix

Die beiden Herren der lokalen Grünen sehen mich an, als hätte ich gerade vorgeschlagen, in Zukunft regelmäßige Menschenopfer auf dem Marktplatz abzuhalten, um die Wettergötter zu besänftigen. Dabei hatte ich diese Vorgehensweise im Vorfeld zwar bedacht, dann jedoch als eher unzeitgemäß verworfen.

Rückblende:
Seit einigen Monaten marschieren Millionen von Menschen rund um den Planeten auf Demonstrationen, die von der Politik ihrer Länder im Grunde nur eines verlangt: Hört auf, wie völlige Vollidioten alles zu ignorieren, was Wissenschaftler aus drei Dutzend Fachdisziplinen über mehrere Jahrzehnte zusammengetragen haben.
Das die Simulationen, die aus diesen Daten erzeugt werden, voneinander abweichen, daß sie niemals alle Parameter berücksichtigen, daß sie sich im Laufe der Zeit verändern – geschenkt. Eine lineare Dynamik ist in einer Simulation im Computer wiederholbar im Sinne immer gleicher Ergebnisse. Eine nichtlineare Dynamik wird niemals exakt gleiche Ergebnisse produzieren. Veränderungen und Abweichungen liegen in Sachen Klimamodelle also in der Natur der Sache. Allerdings halten nur antiwissenschaftliche Politikchargen und Pegidioten das für ein Argument, um angebliche „Skepsis” zu rechtfertigen.
Denn selbst Daten sind nichts Festes. Sie vermehren sich. Sie werden in Beziehung gesetzt. Manchmal dort, wo vorher keine Verbindung zu existieren schien. Alles simulieren, also die gesamte Zukunft der Ökosphäre Erde, ist nicht möglich. Die gesamte Rechenkapazität der Welt würde für so eine Aufgabe nicht genügen. Am Ende käme bei so einem Versuch lediglich heraus, daß das organische Leben auf der Erde Bestandteil einer Computermatrix ist und die Antwort Zweiundvierzig lautet.
Wir müssen uns also mit Simulationsmodellen bescheiden. Aber zumindest stammen die Daten der Klimamodelle aus der Realität, was sie schon einmal deutlich von den Modellen der Ökonomen unterscheidet. Ein simpler, aber offenbar stark unverständlicher Kernsatz der FridaysForFuture-Demos lautet: Unite behind the science!

Jetztzeit:
So hat es mich irgendwie hierher verschlagen. Aus dunklen Kellern eines Jugendzentrums in die Kreisgeschäftsstelle der Grünen, GrünInnen und Grünixe an dem Ort, an dem die Bambushütte am Rande der Zivilisation wohnt.
Eigentlich hatte ich gedacht, dies sei ein öffentlicher Termin. Aber das ist gar nicht der Fall. Es ist ein Präsentationstermin für die Presse. Also den Herrn der Lokalzeitung und die volontierende Dame der anderen Lokalzeitung, die sich von der ersten dadurch unterscheidet, daß sie kostenlos ist und noch sehr viel mehr Druckfehler oder einfach mieses Deutsch enthält als ihr Gegenstück. Dafür ist sie dicker, weil mehr Werbung drin liegt.
Präsentiert werden soll hier das, was sich die Grünen vor Ort unter einem Beitrag für klimafreundliche Zukunft vorstellen. Genau. Es ist ein Antrag für den Stadtrat. Einer, in dem der Klimanotstand ausgerufen werden soll.

Solcherart Ideen scheint durch das Aufwallen von FridaysForFuture und dem etwas direkterem Kollegen, Extinction Rebellion, irgendwie in Mode gekommen zu sein. Extinction Rebellion, das sind diese Öko-Terroristen, die es wagen, gelegentlich mal eine Straßenkreuzung zu blockieren, und dafür damit rechnen müssen, von SUV-Fahrern mit Facebook-Account umgefahren zu werden. Solche „Ideen” werden auf den asozialen Medien tatsächlich massenhaft verbreitet. In Gruppen, die dann „Fridays For Hubraum” heißen oder so was. Wobei ich den Namen gut finde. Ich bin sehr dafür, dem Hubraum ausschließlich den Freitag zu gönnen und nicht jeden Tag, wie es aktuell der Fall ist. Was wir uns da an Lärm, Krach und Sprit sparen würden.
Seltsam. Als Anis Amri in Berlin mit einem Lastwagen in eine Weihnachtsmarktmenge fuhr, da war das der Terroranschlag. Nicht etwa der Weihnachtsmarkt. Wenn man Ökodemonstranten plattwalzen möchte, ist das scheinbar eine Manifestation des Volkswagenwillens und eine Verteidigung des Heimatbodens. Des asphaltierten Heimatbodens. Um freie Fahrt für freie Bürger zu gewährleisten. Damit die auch ganz ohne Extinction Rebellion in Berlin im Stau stehen können. Continue reading →

Der seidene Faden

Ich hatte bereits einmal ein Szenario entworfen, in dem…sagen wir…radikal motivierte Kräfte womöglich etwas gegen den stetigen Zustrom an Rohöl unternehmen könnten, von dem unsere Industriezivilisation so abhängig ist. Das war hier.
Es kristalliert sich heraus, daß den Huthi-„Rebellen”, also den Jungs, die im Jemen gegen Saudi-Arabien kämpfen, womöglich genau so ein Stunt gelungen ist. Nach anfänglichem Abwiegeln sickern allmählich Informationen durch, die das Ausmaß des Schadens womöglich etwas genauer beschreiben.
Natürlich hatte Mike Pompeo, der allwissende Amerikaner, nichts anderes zu tun, als sofort klarzustellen, daß nicht etwa jemenitische Rebellen, sondern der Iran hinter dem „Anschlag” stecken.
Ich weise darauf hin, daß wir niemals von einem Anschlag sprechen, wenn amerikanische Drohnen irgendwen oder irgendwas in die Luft jagen. Wie oft wir alleine schon die rechte Hand Osama bin Ladens erwischt haben, ist wahrlich erstaunlich. Aber in solchen Fällen handelt es sich immer um Anti-Terror-Einsätze, Weltrettung oder friedensbringende Demokratie.
Kassandra wäre persönlich nicht erstaunt, wenn es sich bei den im Angriff verwendeten Drohnen um amerikanische Modelle handelte. Waffenhändler, so sagt es der gesunde Verstand von Bambushüttenbewohnern, liefern immer und gerne an beide Seiten. Und gerade ein amerikanischer Außenminister kann doch sicherlich nichts gegen freie Verbreitung von Waffen haben? Immerhin ist es erklärter Bestandteil amerikanischer Politik, daß US-Recht weltweit gültig sein soll. Und da ist Waffenbesitz garantiert. Continue reading →

Die Zukunft im Keller

Anti-intellectualism has been a constant thread winding its way through our political and cultural life, nurtured by the false notion that democracy means that ‘my ignorance is just as good as your knowledge.’
Isaac Asimov

Der Abstieg ist dunkel. Irgendwie durchaus sinnbildlich, als ich die Stufen des Jugendzentrums in den dortigen Keller hinuntersteige. Auch der hinter der Stahltür liegende Raum ist dunkel, gerade laufen noch die letzten Minuten der „Anstalt” vom April des Jahres. Wer das Stück nicht gesehen hat, sollte das hier nachholen.
Alleine die Leistung eines Herrn Uthoff in seiner Rolle als Newton ist hervorragend. Auch Herr von Wagner als Andreas Scheuer ist sehenswert, allerdings, der Wirklichkeit angemessen, auch intellektuell sehr viel niedriger angesiedelt.

Auch die Thematik, die mich erstmals nach Jahrzehnten wieder in ein Jugendzentrum führt, vorbei an ebenso runtergespielten wie belegten Billiardtischen – ich war mal ein recht guter Poolbolzer – ist in gewissen Sinne dunkel. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft. Die ja, wie die meisten Menschen annehmen, eben nicht vorhergesagt werden kann. Eine Einschätzung, die dieses Blog in seiner grundlegenden Thematik schon mehrfach als schlicht und einfach grottenfalsch widerlegt hat.
Die Zukunft, verehrte Damen, Herren und sonstige intermittierende Sexualformen von diesem oder auch anderen Planeten, kann sehr wohl vorhergesagt werden. Es ist nur so, daß sehr vielen Menschen die Vorhersagen oft nicht gefallen. Dann wollen sie von der Zukunft nichts wissen oder verändern die Vorhersagen so, daß sie eben besser in ihr privates oder politisches Weltbild passen. Dazu muß man nicht Union oder FDP wählen. Aber es ist hilfreich. Nirgendwo sind Hopfen und Malz mehr verloren als gerade bei letztgenannter Partei, wie unlängst wieder eine Umfrage der Erbsenpistole der Demokratie ergeben hat.

Ich habe keine besonders hohe Meinung von der Intelligenz der Spezies Homo sapiens, als ich die FridaysForFuture-Veranstaltung besuche. Diese Haltung resultiert aus einigen Jahrzehnten Erfahrung im Kampf gegen die allgemeine Blödokratie.
Um so positiver überrascht bin ich, als einer der Anwesenden bereits als zweiten Diskussionsbeitrag anführt, daß sich alles „nur noch um Menschen” dreht. Womit er den menschlichen Egoismus meint. Eine deswegen schon völlig richtige Bemerkung, weil sie nicht diffus auf „die Konzerne” oder „die Politik” verweist, sondern ganz klar auf einen Webfehler unserer menschlichen Gesellschaft. Nicht schlecht für einen 16jährigen. Ich bezeichne das hier im Blog als Anthropozentrismus, also die menschliche Eigenschaft, automatisch immer davon auszugehen, wir seien auf diesem Planeten das einzig Wichtige. Der Planet ist da anderer Meinung.
Die früher™ noch nicht überall anzutreffende Haltung „Nach mir die Sintflut” ist heute längst Rüstzeug für Kindertagesstättenkunden geworden. Dafür können die Kinder natürlich nichts, die lernen das aber von den Eltern. Offensichtlich haben sich noch nicht alle Nachwachsenden ihr Denken versauen lassen. Vielleicht hatten sie einfach vernünftige Eltern.
Weswegen ich auch verachtungsvoll auf das heute gern anzutreffende Phänomen der Helikoptereltern herabschaue. Das sind die Leute, die mir mit ihren Vierjährigen in der falschen Richtung entgegenkommen beim Radfahren. Aber Hauptsache, Töchterchen hat einen Helm auf, der ihr viel zu groß ist. Es sind auch die Leute, die keinen Blick in meine Richtung werfen, bevor sie vor der Grundschule die Türen ihres sozialdarwinistischen Hausfrauenpanzers aufreißen, um ihre elende Brut auf der Straßenseite aussteigen zu lassen. Oder genauer, exakt auf dem Radweg – pardon, Schutzstreifen – den ich gerade benutze.
Wer ständig in Schulen aufschlägt, um dem Lehrpersonal eklatantes Versagen beim Ausbügeln der Erziehungsdefizite vorzuwerfen, für die dieses Personal gar nicht verantwortlich zeichnet, sagt damit einfach nur aus, daß er sich eben besser nicht hätte vermehren sollen, weil er von der Aufgabe ganz offensichtlich völlig überfordert ist.

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Für Europa reicht’s

Gestern abend war es wieder einmal so weit. Eine große Erschütterung der Macht ich spüre. Wie sie allesamt einfach nichts können, die Altmaiers und Oettingers und von der Leyens auf Planet Europa. Aber je unfähiger, desto weiter fallen sie nach oben. Fachkräftemangel at its worst.
Typen, die halbwegs bewußt denkfähige Menschen keinen Burger am Grill umdrehen lassen würden, bekommen Jobs, in denen sie über das Leben hunderter Millionen Menschen bestimmen. Der angebliche Spitzenkandidat für den Posten des Kommissionspräsidenten, die beleidigte CSU-Weißwurst aus der bayerischen Provinz namens Manfred Weber, ist zumindest mal Mitglied des Europaparlaments. Zensursula von der Leyen hat nicht einmal diesen Punkt auf ihrer Disqualifikationsliste vorzuweisen.

Nach Aussage Herrn Altmaiers genügt es offensichtlich, eine schön formulierte Rede zu halten. Denn der eher gletschermäßig denkbegabte Wirtschaftsminister Deutschlands tönte gestern wunderschön über die Kanäle asozialer Medien, daß die Leyendarstellerin sich mit eben so einer Rede eindeutig für das Amt der Kommissionspräsidentin qualifiziert hätte.
Gut, ich gestehe zu, daß das Wortwerk in drei Sprachen vorgetragen wurde, das ist eine mehr, als ich in so einem Moment hätte benutzen können. Zudem war das Englische sogar durchaus als solches erkennbar, was eine völlig gehirnfreie Zone wie Günther Oettinger vor unlösbare Probleme gestellt hätte.
Trotzdem bin ich mir sicher, daß ich selber eine Rede hätte schreiben können, die um Längen besser und im rein finanziellen Sinne billiger gewesen wäre, als das von Beratern zusammengebaute Wortgeflecht des Ungefähren, das Ursula von der Leyen gestern vor dem Europaparlament als Bewerbungsansprache gehalten hat. Continue reading →

Monsantos Diner

“There are lies, damn lies, statistics and politics.”
Ramses II.

“We came to Toronto with three specific goals:
To make sure the global recovery is strong and durable, to continue reforming the financial system and adress the range of global issues that affect our prosperity and security.” – G20-Gipfel in Toronto, 2010

Diese Worte des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama waren schon vor sieben Jahren extrem dünn. Gerade erst ist der G20-Gipfel in Osaka zu Ende gegangen und die Teilnehmerstaaten sind heilfroh, daß sie winkend verkünden können, sich auf eine gemeinsame Abschlußerklärung geinigt zu haben. Die Erleichterung der Welt hierüber ist förmlich mit den Händen greifbar. Die Zukunft der Zivilisation ist geretttet. Wieder einmal.
Old McDonald aus dem Weißen Haus ist anschließend noch schnell in die DMZ zwischen den beiden real existierenden Koreas geflogen, um da dem dicken Kim die Hand zu schütteln und irgendwas zu versprechen. Die Bedrohung der freien Welt – also Amerika – durch den totalitären Typen mit der lustigen Frisur ist beendet. Wieder einmal.

Warum wundert sich da noch irgend jemand darüber, daß der Iran die verdammte Bombe auch haben will?
Die möchten halt auch mal nach dem Fototermin ins Weiße Haus eingeladen werden und nicht ständig per Twitter mit neuen Sanktionen überzogen. Sanktionen übrigens, die das Land dazu zwingen, das von ihm angereicherte Uran in Kisten zu stapeln. Ja, der Iran darf durchaus Uran anreichern, so sieht es der Vertrag vor, den Trumperica einfach für gekündigt erklärt hat, weil er von Mr Obama beschlossen wurde. Uran, das sei hier angemerkt, wird in niedrigen Reinheitsgraden nämlich auch medizinisch eingesetzt. Oder für zivile Kernkraft, die der Iran – ebenfalls ganz vertragsgemäß – weiterhin sehr wohl nutzen darf.

Der Witz ist jetzt, daß der Iran nur eine bestimmte Menge angereicherten Materials im Land haben darf. Den Rest muß er exportieren. Bisher hat das beispielsweise Rußland erledigt. Noch so ein Land, das von den USA mit Sanktionen belegt wird. Die neuen Sanktion verhindern aber inzwischen, daß Moskau Teheran das überschüssige Material abnehmen darf. Denn das wäre ein verbotener Import und würde Sanktionen der USA nach sich ziehen.
Während Europas hilflose Deppenpolitik daneben steht und sich nicht traut, den Amerikanern einfach mal den Mittelfinger zu zeigen, indem man sich an die Regelungen des JCPoA hält, ist das Narrativ der transatlantischen Arschkriecherpresse in Deutschland in den letzten Tagen und Wochen eindeutig. Überall wird die Legende erzählt vom Iran, der angekündigt hätte, den Vertrag zu brechen und ein Ultimatum an Europa geschickt haben soll. Hah! Als würde sich europäische und vor allem deutsche Diplomatie von irgendwem zu einer bestimmten politischen Richtung erpressen lassen. Continue reading →