Über mich

Ich…im Zeitalter der schizophrenen Internet-Persönlichkeitsspaltung ist das eine schwierige Sache, dieses ,,Ich“.

Es gibt allerdings hartnäckige Gerüchte, daß ich möglicherweise um 1970 geboren wurde. Außerdem fand dieses Ereignis in einem kleinen Kreisstädtchen im Ruhrgebiet statt, in dessen noch kleinerer Nachbarstadt ich dann auch aufwuchs.
Darauf folgte eine aus heutiger Sicht eher unspektakuläre Kindheit mit den üblichen Kratzern, Beulen, Schulbesuchen, nervigen Eltern – wenn man 14 ist, waren Eltern auch damals schon peinlich – und letztlich einem offiziellen Schulabschluß, der mich zum Studieren berechtigte.

Wo hat diese so hoffnungsvolle Karriere geendet, mag sich mancher fragen?
Nun, es gibt hartnäckige Gerüchte, daß ich Informatikkaufmann geworden bin, denn nicht immer ist ein Universitätsbesuch auch mit Diplomen und anderen Weihen gekrönt. Was nicht heißt, daß man dabei nicht trotzdem eine Menge lernen kann.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen über den Schreiber dieser Zeilen.
Er war einmal verheiratet. Jeder Mann sollte in seinem Leben einmal verheiratet gewesen sein.
Er ist ein Angehöriger der Generation, die draußen gespielt hat, Schneemänner baute, in Scheunen keinen Heuschnupfen kriegte und die am Telefon immer gefragt hat ,,Wie geht’s dir?“ statt des heute üblichen ,,Wo bist Du?“
Denn damals wußten wir exakt, wo sich der andere befand. Am Ende des maximal 3 Meter langen Kabels, das zum Telefon gehörte, wo sonst?

Dann kam diese komische Kiste in Mode. 64K RAM, sage ich da nur.
Und die Welt war danach nie mehr dieselbe.

Der Schreiber dieser Zeilen, also ich, hält es übrigens auch nicht für nötig, dem wirren Gefasel irgendwelcher Akadmiker zu folgen, die vor einigen Jahren die deutsche Rechtschreibung massiv durcheinandergebracht haben.
So massiv, daß ich nach Lesen so vieler Bücher in ,,Neuschreib“ immer wieder nachschlagen muß, was denn jetzt richtig ist. Also so, wie ich es mal gelernt habe. Nicht immer muß Neues auch besser sein.

Den Jüngeren sei also warnend gesagt, daß hier manche Dinge anders aussehen, als sie es gewohnt sind. Ganz definitiv wird es hier auch Texte mit mehr als 140 Zeichen netto geben.

Was die Bücher angeht: Ich liebe Bücher.
Ich halte sie für die wahrscheinlich größte Erfindung der Menschheit direkt nach der Blockschokolade.

Aber mehr verrate ich nun wirklich nicht über mich.

Wobei – doch. Etwas mehr verrate ich schon. Hier.

8 Gedanken zu „Über mich

  1. „Nach der BLOCKSCHOKOLADE…“???

    I mean, WTF???

    Aber so einen Brotkasten hatte ich auch. Mit 1541er Floppy 😀

    Sid hat auch damals schon geniale Sachen programmiert. Das „Ur-Pirates“ auf dem 64er habe ich jedenfalls bis zum Erbrechen gespielt. Und der lange Weg hin zu den heutigen Civ IV Pitboss Spielen begann damals mit einer gepflegten Runde „Kaiser“ mit neun Mann vor der gleichen Kiste. Aaah, wie uns damals die Gesichtszüge entgleist sind, wenn ein Mitspieler nach dem Anderen einem bösen Angreifer das „Durchmarschrecht MIT Unterstützung“ erteilte und man dann da stand und von acht „Freunden“ gef… wurde 😀

    Aber ich schweife ab…

    Was die Bücher angeht, empfehle ich Dir „The Rise and Fall of the Great Powers“ von Paul Kennedy (hat nix mit DEN Kennedys zu tun, keine Sorge!). Oder erwähnte ich das schon einmal? Oder gar zweimal?

    OK! Bin ja schon weg! 😀

    • Das ist nun ein Werk, das ich noch nicht gelesen habe. Aber das läßt sich bestimmt nachholen.

  2. „Die andere – ob Lagarde oder Merkel – will nur Einschnitte im Sozialbereich und Staatspleite kommt nicht in Frage.
    Wäre das eine Ehe, würde ich ja als Vermittler einfach eine Pistole auf den Tisch legen und dann den Raum verlassen.“

    Ich habe mich selten über einen Kommentar so amüsiert. Klasse 🙂
    Ihre Bemerkungen treffen den Nagel auf den Kopf, sind gründlich recherchiert, zeugen von Wissen, wie Politik und Wirtschaft heutzutage funktionieren und haben die kleine Portion Humor, die das Lesen ihrer Zeilen- so traurig die Anlässe nun mal sind- Vergnügen bereiten. Man soll nicht Vergleichen, doch Ihre Worte könnten auch aus dem Mund eines von mir geschätzten Kabarettisten stammen. Ich werde weiter ein Auge auf Ihre komentare haben. Machen sie weiter so.
    Viele Grüße
    steam01

    • Ja, eines Tages werde ich reich und berühmt sein durch meine Worte. Oder wohl eher nicht 😀
      Ich orientiere mich natürlich als Fan des politischen Kabaretts durchaus auch an solchen Menschen. Dieter Hildebrandt ist schuld, er ruhe in Frieden. Doch was bleibt einem übrig, als das Elend der Welt mit ein wenig Humor zu bekämpfen?
      Wobei ich durchaus – hoffentlich – meinen eigenen Stil entwickelt habe im Laufe der Jahre.

  3. Das haben sie. Schon mal über eine Karriere als Kabarettist nachgedacht?
    Ich schätze ebenso das politische Kabarett. Sedungen, wie Die Anstalt in alter oder jetziger Form aber ebenso Menschen wie Georg Schramm oder Volker Pispers.
    Man sagt oft, politische Kabarettisten seien die Hofnarren der Neuzeit, die die Mächtigen gern besuchen (wie schon oft beobachtet).
    Ihre Kommentare zeugen von Sachkenntnis. Man merkt, dass sie recherchieren und genauestens Bescheid wissen.
    Aber nun genug geschleimt. Ihnen und ihren Ergüssen alles Gute.
    Also, den Geistigen.

    • Ich denke, ich werde die schriftliche Karriere einschlagen. Aber wer weiß..
      „Die ganze Welt ist Bühne nur“, wie Shakespeare sprach.

    • Also, falls da mal – aufgrund irgendeiner bisher noch nicht ersichtlichen Nebenentwicklung heraus – was Geschriebenes außer lesbar auch hör- und erlebbar auf der Bühne stattfinden soll, dann biete ich hiermit gerne – falls gewünscht – meine Regiedienste an 🙂
      Kostenfrei natürlich – keinesfalls umsonst! 😉
      1 Anruf genügt! („42!“ fände ich in dem Fall übertrieben :o))

    • Aaaalsooo…falls ich jemals der Meinung der sollte, etwas Geschriebenes hervorgebracht zu haben, das hörbar auf der Bühne stattfinden soll, werde ich darauf zurückkommen.
      Aber ich fürchte, da kann ich nicht genug Qualitäten bieten. Und erlebbar? Ich weiß nicht, ob das zumutbar wäre 😀

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