Das blinde Bewußtsein

– I –

Vor dem Fall

,,Der Mensch ist die Krone der Schöpfung. Er kann denken. Er hat Bewußtsein seiner selbst.“

René Descartes

Ein Punkt, den wir Menschen möglicherweise vergessen haben, ist, daß unsere Zeit, unsere Lebensweise und unsere gesamte Zivilisation ganz genau so von Mythen beherrscht wird, wie das bei unseren Vorfahren vor zwei- oder dreihundert Jahrtausenden der Fall gewesen ist.
Woran also liegt es, daß wir Menschen im Alltag normalerweise nicht unterscheiden zwischen Kommunikation und Sprache – wobei dahingestellt bleiben mag, ob wir das in dem Moment nicht wollen oder nicht können?
Es ist derselbe Grund, der vermutlich fast jeden Leser der letzten Woche denken ließ: „Aber das ist doch etwas völig anderes“, als ich im Text erwähnte, daß ein Stein ein Werkzeug ist, aber eben auch ein Schmutzgeier Steine benutzt, um eine Eierschale aufzubrechen.
Es ist derselbe Grund, der gleichzeitig alle Leser hat beifällig nicken lassen, als ich direkt danach erwähnte, daß Feuer ja ein abstraktes Werkzeug ist, aber ein Stein eben etwas sehr Direktes, sehr Offensichtliches. Denn alleine durch die Formulierung bestimmter Sätze habe ich das Fundament bestätigt, auf dem wir alle heute zu stehen glauben. Mit dem Eingangssatz diese Artikels hingegen nicht, denn wie kann es sein, daß wir etwas mit den Typen von 300.000 vor Brian zu tun haben sollen?

Mensch errichtet in seinen immer weiter wachsenden Städten Gebäude, die der Schwerkraft zu widersprechen scheinen, Hunderte von Metern hoch. Die Kilometergrenze ist noch nicht erreicht, wird aber in allen Projekten größenwahnsinniger Baumeister rund um den Planeten angepeilt und auch überschritten. Logisch, kleiner bauen als der vorherige Rekordhalter kommt ja nicht in Frage. Womit auch bereits der einzige Grund genannt ist, warum derartige Gebäude überhaupt errichtet werden: Um zu zeigen, daß es möglich ist.
Im aktuell entstehenden Kingdom Tower sollen Büroflächen vermietet werden, dazu Appartements vermietet und – völlig innovativ – natürlich ein Hotel mit dabei sein.
Kein anderes Lebewesen baut Städte. Weiterlesen

Grillen mit Prometheus

Oh! Eine Feuermuse, die hinan
den hellsten Himmel der Erfindung stiege!

William Shakespeare, Henry V.

Wie konnte es eigentlich dazu kommen, daß Mensch jetzt auf dem Olymp herumsteht, sich umschaut und sehr oft den Eindruck erweckt, er hätte keine Ahnung, wie es vom Gipfel aus jetzt weitergehen soll?
Außer nach unten natürlich, was aber nicht die Richtung ist, in die irgendwer schauen möchte, wie ich das neulich bereits erwähnt hatte.

Es ist eine Reise, von der man nicht genau sagen kann, wann genau sie eigentlich begonnen hat. Mit der Benutzung von Werkzeugen möglicherweise? Damals, Anno Tukmich, als Mensch seinen ersten Höhlenbären in die Falle lockte, um ihn dann mit Steinen zu bewerfen, bis das Vieh tot war?
Ich habe nicht die geringste Ahnung, ob unsere Vorfahren tatsächlich die Nummer mit dem Köder und der Schlucht benutzt haben, um Ursus spaeleus zu erlegen. In meinen diversen Kinderbüchern, in denen Gestalten im Lendenschurz von oben Steinbrocken auf so ein Vieh hinunterwerfen, schien diese Jagdmethode jedenfalls etablierter Forschungsstand zu sein. Oder womöglich eine der zahlreichen Lügen für Kinder, die wir in unserer Kultur so gerne verwenden, um uns den Aufwand echter Erziehung zu sparen.
Wenn ich genauer drüber nachdenke, erscheint mir schon die Bekleidung auf solchen Bildern etwas unwahrscheinlich. Denn der Höhlenbär, der übrigens so heißt, weil er in den Höhlen überwinterte, nicht, weil er darin lebte, starb vor etwa 28.000 Jahren aus. Zu diesem Zeitpunkt war die letzte Kaltzeit noch nicht wirklich zu Ende.
Das bedeutet, im heute als Gemüseexportland berühmten Spanien, gelegen auf der sonnigen und staubigen und vor allem recht trockenen iberischen Halbinsel, zogen damals Wollhaarmammuts und auch Wollnashörner über gerne mal sehr frostige Ebenen. Gut, trocken war es damals auch. Denn diese Kälte war Teil der letzten Eiszeit und in denen ist das irdische Klima immer viel trockener als heute. Was logisch ist, denn ein großer Teil der Feuchtigkeit ist dann ja im Eis gebunden. Einer der trockensten Orte unseres Planeten ist heute die Antarktis. Kalte Luft hält wenig Feuchtigkeit.
Jedenfalls waren sehr viele Tiere so schlau, sich in ordentliches Fell zu kleiden. Ich gehe daher mal davon aus, daß auch unsere Vorfahren nicht in der Badehose rumgelaufen sind oder wie Tarzan. Sonst wären wir alle nämlich nicht hier.

Begann der Prozeß, an den ich denke, mit der Erfindung der Grillparty?
Also, nachdem man den Höhlenbären erfolgreich zu den Ahnen befördert hatte und irgendwer auf die Idee kam, daß man das Fleisch ja mal ein bißchen zubereiten könnte?
Das wäre dann die Erfindung des Feuers. Wobei auch diese Bezeichnung falsch ist. Feuer war schon da, lange bevor dieser Planet auch nur dran gedacht hat, so etwas wie Leben hervorzubringen. Und auch danach existierte Feuer über sehr lange Zeit, ohne vom Menschen erfunden zu werden. Wenn wir über die „Erfindung“ des Feuers reden, dann geht es darum, daß irgendjemand dereinst auf die Idee gekommen sein muß, daß man dieses Naturphänomen auch als Werkzeug benutzen könnte. Wie einen Stein, der herumliegt und der einem beim Jagen helfen kann. Beim Öffnen irgendeiner Frucht vom Baum. Oder dabei, eben diese Frucht mit einem gut gezielten Wurf vom Baum erst einmal herunter zu kriegen.
Die Nützlichkeit des offenen Feuers dürfte unseren in modisches Fell gekleideten Vorgängern sehr wohl eingeleuchtet haben. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn Feuer gibt Licht. Rein naturwissenschaftlich findet hier eine Energieumwandlung statt, und zwar in Form eines exothermen Prozesses, der eine enorme Menge an Strahlung emittiert, die zu einem nicht unerheblichen Teil im Bereich des sichtbaren Spektrums liegt. Weiterlesen

Weihrauch und Glitzerstaub

,,The study of economic lift-off is well developed; touch-down has not been considered.
There is an asymmetry here which would invite comment if applied to aviation.”

David Fleming

Nicht nur einen, nicht nur zwei, nein – gleich sieben erdähnliche Planeten haben die unermüdlichen Planetenjäger auf der Erde in der vorletzten Woche entdeckt.
Donald Trump – immer noch Präsident der USA, jedenfalls offiziell – hat die wunderbare NASA gebeten, ihre neue Superrakete doch bitte mal schneller auf Vordermann zu bringen als geplant. Also 2019 und nicht erst 2021. Die Erbsenpistole der Demokratie schreibt hierzu einen Artikel unter dem ganz großartigen Titel „Donald Trump will schnellstmöglich zum Mond“.
Nun, wenn das der Wahrheit entspräche, sollte man dem Mann diesen Wunsch erfüllen.
Leider handelt es sich um dieselbe NASA, der permanent Gelder gekürzt werden, da Mitglieder der Republikaner es für völlig unnötig halten, mit Satelliten die Erde zu beobachten und somit etwa Daten über die Eisbedeckung am Nordpol zu gewinnen oder derartig unsinniger Kram. Wissenschaft – pah! Niemand braucht so etwas.
Es ist auch derselbe Präsident, der den US-Rüstungsetat um 54 Milliarden Dollar erhöhen will. Grandiose und absolut fantastische Begründung: „Wir müssen wieder Kriege gewinnen.“ Denn die US-Armee sei durch die vielen Finanzkürzungen völlig „ausgelaugt“. Keine weiteren Fragen.
Obwohl – doch. Eine hätte ich da schon. Welche Kriege eigentlich?
Und hat irgendwer dem Kerl im Oval Office mal erzählt, daß die USA mehr Geld ausgeben für ihr Militär als die nächsten sechs Nationen auf der Liste der rüstenden Ritter? Darunter sind dann so Zwergstaaten wie China oder Rußland. Dieser Typ weiß echt genau gar nichts über die Verhältnisse außerhalb seines Kopfes, also der realen Welt. So sad!

Die von Tesla-CEO Elon Musk aus der Taufe gehobene private Weltraumfirma Space-X kündigte derweil an, man wolle ab 2018 Touristen zum Mond bringen. Beziehungsweise, mit denen um den Mond herumfliegen. Natürlich dürfte ein derartiges Ticket ein exorbitantes Sümmchen kosten, denn das Verlassen des irdischen Gravitationstrichters ist mit enormen Energieaufwand verbunden und das kostet. Verdammte Physik!
Auch das von Musk geplante Projekt Hyperloop kommt voran. Studenten der TU München haben einen Preis gewonnen für das Design einer Kapsel, mit denen dieses Verkehrsmittel der Zukunft ausgestattet sein soll.

Warum erwähne ich das eigentlich alles?
Weil es exakt dem entspricht, worüber ich hier gerne mal schreibe, was ich hier beschreibe und das uns eindeutig in den Allerwertesten beißen wird. Also, uns alle, so als Zivilisation. Der Mythos des Fortschritts. Überall entdecke ich in den letzten Tagen wieder wunderschöne Beispiele des Alltags für das, was ich so vor mich hin schreibe in der Bambushütte am Rande der Zivilisation. Weiterlesen

Abstieg vom Olymp

,,Das Falsche ist oft die Wahrheit, die
auf dem Kopf steht.“

Sigmund Freud

Vom Gipfel dieses Berges hier unter meinen Füßen, vom höchsten Punkt unserer Zivilisation, ist die Aussicht unglaublich. In alle Himmelsrichtungen reicht der Blick des Kletterers über das Land. Siebeneinhalb Milliarden Menschen leben dort unten, auf dieser Welt, die ihre Bewohner seltsamerweise „Erde“ nennen, obwohl sie doch zu gut drei Vierteln von Wasser bedeckt ist.
Noch vor 15.000 Jahren eine Art, deren Population einige wenige Millionen zählte, hat sich Homo sapiens sapiens in kurzer Zeit von Pol zu Pol ausgebreitet. Ob in der Wüste, im Regenwald oder im ewigen Eis – nirgendwo ist ein Ort von menschlicher Anwesenheit verschont geblieben.
Selbst da, wo offiziell noch nie jemand war, den wir auch als „Jemand“ bezeichnen würden, finden sich Spuren der menschlichen Zivilisation. Giftige Spuren.

So manche Dinge sind seltsam von hier oben auf dem Berg.
Der Blick in die Ferne wird getrübt durch Abgase aus Industrieanlagen, aus Auspuffanlagen von Autos. Diese sollen meistens einzelne Menschen von Punkt A nach Punkt B bringen, sie bestehen aus wertvollen Metallen und verbrennen ein Raffinerieprodukt namens Benzin oder Diesel, ebenfalls wertvoll und aus Rohstoffen hergestellt, die nicht in unendlicher Menge vorhanden sind. Es gibt so viele von diesen Autos, daß sie oft hintereinander herumstehen, statt sich zu bewegen.
Der Blick an den Himmel wird getrübt von Dutzenden Kondensstreifen, die von großen Lufttransportern hinterlassen werden, in denen Menschen sitzen, die gerne von dem Ort weg wollen, den sie sehr oft ihr Zuhause nennen. Dabei ist es zu Hause doch am schönsten, sagt ein altes Sprichwort. Auch diese Lufttransporter verbrennen eine gigantische Menge an Kerosin, ebenfalls ein Produkt der unermüdlichen Raffinerien. Es gibt sogar Menschen, die behaupten, ihre Regierungen würden mit diesen Flugzeugen Chemikalien in großer Menge versprühen, um Gedankenkontrolle auszuüben.
Eine belustigende Vorstellung. Warum sollte man die Gedanken von Lebewesen kontrollieren wollen, die ganz offensichtlich bei weitem zu blöde sind, um überhaupt so etwas wie einen irgendwie logisch nachvollziehbaren Gedanken in ihrem Kopf zu entwickeln?
Aber Verschwörungstheoretiker sind sich für nichts zu schade. So eine Echsenmenschen-Rasse, die auch alle Piloten der Welt auf ihre Seite gezogen hat, ist natürlich viel einfacher, als sich mal ein wenig mit Atmosphärenchemie und -physik zu beschäftigen. Einige der angeblich menschlichen Lebewesen auf diesem Planeten sind echt mehr als seltsam. Also, noch seltsamer als der Rest.

Das Leuchten der Raffinerien in der Ferne erhellt ganze Küstenstriche, denn diese riesigen Anlagen stehen normalerweise an der Küste. Das liegt daran, daß die langkettigen Kohlenwasserstoffe, auf die diese Zivilisation auf Gedeih und Verderb angewiesen ist, mit gigantischen Tankern über den Ozean gebracht werden. Die wiederum brauchen Häfen und in denen stehen die Raffinerien, weil das am einfachsten ist. Tag und Nacht sind die chemischen Großküchen in Betrieb, um den öligen Pulsschlag der menschlichen Existenz zu Beginn des 21. Jahrhunderts aufrechtzuerhalten. Keine Ruhe, keine Rast, keine Erholung in unserer Zeit. Weiterlesen

Eine Meditation zwischen Spielzeugen

,,Logik ist der Zement unserer Zivilisation, mit dem wir unter Gebrauch der Vernunft
aus dem Chaos emporsteigen.“

T’Plana-Hath

Ein ganzer Raum voller Spiele. Mehrere Regale. Es sind Brettspiele. Kartenspiele. Würfelspiele. Einige von ihnen sind im besten Zustand. Anderen sieht man an, daß sie bereits eine Reise hinter sich haben. Aber sie sind noch vollständig und benutzbar. Nichts ist hier mehr neu. Aber alles funktioniert noch.
Alle diese Spiele haben etwas gemeinsam. Nichts an ihnen ist elektronisch. Nichts in diesen Regalen erfordert Batterien. Nichts leuchtet, klingelt, oder piepst. Es sind, so könnte man es sagen, allesamt altmodische Spiele. Sie wirken wie aus der Zeit gefallen. Nichts von dem, das hier herumsteht, hat ein Tutorial. Nirgendwo blinken Pfeile, keine Sprechstimmen erzählen dem Spieler, was er zu tun hat. Nirgendwo in diesen Spielwelten gibt es ein Missionsbriefing mit einer KI nach einer dramatischen Videosequenz. Übrigens muß man auch in keinem dieser Spiele die Welt retten, soweit ich das erkennen kann. Statt mich direkt mit den Dingen vertraut zu machen, während bereits die ersten Aliens die eigene Basis angreifen, muß man hier tatsächlich zuerst irgendwelche Dinge aufbauen, in die Hand nehmen, sich fragen wofür sie gut sind, und sie dann ihrem vorgesehenen Zweck zuführen.
Dafür muß man hier, in dieser komischen Welt, Bedienungsanleitungen lesen. Geheimnisvolle Menschen haben auf Papier gedruckt, wie der Ablauf der Dinge sein sollte. Wenn sich alle an die Regeln halten, versteht sich.
Alle diese Spiele hier erfordern also, daß man sich mit ihnen beschäftigt. Sich mit Zusammenhängen auseinandersetzt. Was die Angelegenheit allerdings noch viel schlimmer macht, ist der zweite Punkt, den sehr viele dieser Spiele gemeinsam haben: Es handelt sich durchweg um sogenannte Gesellschaftsspiele.

Hier wird also erwartet, daß sich mehrere Menschen zusammensetzen, in einer Gruppe. Oft ist der Grundgedanke, daß sich ältere Menschen mit der Altersgruppe zusammensetzen, die sich eher am unteren Rand der häufig auf den Verpackungen angegebenen Anzahl gesammelter Geburtstage bewegt. Dann soll man versuchen, das Spiel zu erschließen. Gesellschaft eben, in einem recht unmittelbaren Sinne des Wortes.
Das dieses ganze Zeug in diesem Raum vor sich hin verstaubt, sagt eine ganze Menge über unsere Gesellschaft aus, finde ich.
Scheinbar spielen Eltern nicht mehr mit ihren Kindern. Oder Kinder miteinander. Jedenfalls nicht mehr, indem man sich in einem Haushalt an einen Tisch setzt. Heute teilt man sich ein gemeinsames W-LAN und ruft die Blagen über WhatsApp zum Essen. Oder indem man den Router abschaltet, das kommt ganz drauf an. Damit bricht dann auch die Multiplayer-Partie Battlefield zusammen, in der die neunjährige Tochter ihrem zwölfjährigen Bruder gerade beim Capture the Flag so richtig eins reingewürgt hat, mit dem Raketenwerfer zwischen die Augen. Wobei ich jetzt nichts gegen Raketenwerfer gesagt haben will. Der Tintenfisch-Raketenwerfer in Borderlands war überaus witzig. Weiterlesen

Die Psychologie des Untergangs

,,Ozeanien führt Krieg gegen Eurasien. Ozeanien hat immer Krieg gegen Eurasien geführt.“

George Orwell

Während sich achttausend Kilometer westlich von mir der offizielle Hort von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten in eine Diktatur verwandelt, die von einem pompös aufgeblasenen Schuljungen angeführt wird, stelle ich mich unter die Dusche. Warmes Wasser rieselt auf mich, aus einem Plastikduschkopf und im Keller warmgehalten mit der Hilfe von Erdgas. Der Schaum auf meinem Astralkörper ist reine Chemie, auch wenn er so phantastisch nach Mandarinen riecht, daß ich am liebsten in den eigenen Oberarm beißen möchte.
Während die Fassade unserer Zivilisation sich mehr und mehr auflöst, spüle ich mir das Zeug aus den Haaren, das mein Fell geschmeidig glänzend macht, ein weiteres Erzeugnis chemischer Zauberküchen. Schaum verschwindet in einem sich beschleunigendem Wirbel im Abfluß. Genauso wie die bröselnden Teile unserer Kultur sich in einem immer schnelleren Strudel verwandeln, der weitere Stützen einreißt, weitere Teile der Fassade wegspült.
Die Frage, was mit einer ganzen Gesellschaft geschieht, die Zeuge wird, wie sich ihre über Jahrzehnte und Jahrhunderte aufgebauten Geschichten als Lügen herausstellen, als Märchen, als schlechter Witz – diese Frage ist für meinen Teil beantwortet. Ebenso wie einzelne Menschen können Gesellschaften den Verstand verlieren. Und sie tun es auch.

In der Psychologie gibt es den Ausdruck des „Double Bind“. Die Doppelbindungstheorie wurde aufgestellt von einem Mann namens Gregory Bateson, und zwar in den 50er und 60er Jahren. Das ungewöhnliche an Mr Bateson war, daß weder Psychologie noch Medizin zu seinen Hauptfächern gehörte. Bateson war Anthropologe mit einem Hintergrund in Kommunikationswissenschaften. Und er war ein Kybernetiker, also einer der Vertreter der damals noch sehr exotischen Gattung des Homo Nerdius. Was aber sehr wohl passend ist, denn ursprünglich beschäftigt sich Kybernetik als Wissenschaft mit der Übermittlung von Informationen.

„Kommunikation?“, denkt sich der Normalmensch.
„Was soll daran so interessant sein? Kann doch jeder. Macht ja auch jeder.“
Und dann fährt man in den Urlaub und lernt Tauchen und haut dem Lehrer eins in die Fresse, weil der einen unter Wasser ein Arschloch genannt hat. Oder man kriegt eins auf die Fresse, weil man einen Autofahrer genauso beleidigt hat.
Nur bedeutet der Kreis aus Daumen und Zeigefinger mit dem abgespreizten Rest bei Tauchern eben nicht „Arschloch“ sondern: „Alles ok hier.“
Genauso bedeutet der Daumen, der am Straßenrand irgendwo hinzeigt, bei uns an der Bundesstraße „Nimm mich mit“ und nicht „Fick dich, Penner!“
In Europas Süden ist das stellenweise eben anders. Ganz so simpel, wie es aussieht, ist das mit der Kommunikation dann wohl doch nicht. Weiterlesen

Blick über den Tellerrand

Manche Menschen müssen nicht weggehen von dort, wo sie gerade sind. Zum Beispiel türkische Soldaten, die jetzt in Griechenland bleiben dürfen, nachdem das Oberste Gericht ihre Asylanträge genehmigt hat. Die Soldaten, nach eigenen Angaben Piloten von Rettungshubschraubern und -flugzeugen, waren nach dem etwas seltsamen „Putsch“ in der Türkei nach Griechenland geflohen und hatten Asyl beantragt. Die Türkei wollte sie ausgeliefert haben, was jetzt endgültig vom Tisch ist. Zumindest juristisch.
Die Begründung des Gerichts in Athen dürfte die Zornesadern auf der Stirn des Möchtegern-Herrschers aller Türken stark anschwellen lassen. Die Richter sagten nämlich ausdrücklich nichts über eine Beteiligung oder Nicht-Beteiligung am Putschversuch. Was sie sagten war aber, daß für die Soldaten in der Türkei kein gerechtes Verfahren gewährleistet sei. Auch ein Schutz vor Folter und Mißhandlung sei nicht garantiert. Dazu käme noch die mögliche Todesstrafe – denn die will Erdogan ja gerne wieder einführen lassen. Die Türkei entspricht auf der Justizebene somit nicht den Anforderungen an einen menschenrechtlich einwandfreien Rechtsstaat und darum dürfen diese Soldaten bleiben.
Tja, wenn das mal kein Tritt in die Eier ist, weiß ich auch nicht.

Der türkische Außenminister, ein Herr namens Mevlüt Cavusoglu, sprach daraufhin davon, daß die griechische Regierung „Terroristen, Verräter und Putschisten“ beschützt. Soweit dann zu fairen Verfahren. Das wiederholt nur die bisherige Wortwahl in dieser Angelegenheit und darf dann wohl als Eingeständnis gewertet werden, daß die Richter in Athen mit ihrer Einschätzung der Lage in der Türkei vollkommen richtig liegen.
In der Reaktion will Ankara jetzt Schritte prüfen, wobei der Außenminister bereits sagte, man werde Flüchtlingsabkommen kündigen. Soweit dann zur Prüfung. Es ist dabei nicht genau klar, welche Abkommen gemeint sind.
Aber jedenfalls ist das die typische Reaktion von Leuten, die andere Leute mit irgendwelchen Forderungen anschnauzen und dann das beleidigte Opfer sind, wenn die Gegenseite nicht sofort tut, was sie wollen. Eine türkische Zeitung bezeichnete das Ganze dann auch folgerichtig als „Skandalurteil“. Das ist sogar richtig, was das gleichgeschaltete Presseorgan da von sich gibt. Nur ist es eben kein Skandal für Griechenland. Ganz im Gegenteil. Weiterlesen

My hollow Trumparicans…

Gestern war es dann endgültig soweit: Aus dem President-Elect wurde nach Ablegen des Amtseids endgültig „Mr. President“. President Trump. Obwohl ich bereits ein gutes Jahr vor der Wahl vom Sieg dieses Mannes geschrieben und mich schon im Januar darauf festgelegt hatte, fühlt sich allein diese Wortkombination auf meiner Großhirnrinde irgendwie schleimig an. President Trump. Irgendwas ist doch hier völlig surreal.
Jetzt wird sich zeigen, ob die USA die von Gott so auserwählte Superdupernation des Planeten sind, für die sie sich in ihrem burgerbekifften Größenwahn immer halten. Sie wird allen göttlichen Beistand brauchen, den sie bekommen kann, diese Nation.

Wenn es an der Zeit wäre, mal einen fetten Blitz vom Himmel zu werfen, dann wäre dieser Moment die Vereidigung der kleinen, pelzigen Alienkreatur gewesen, die auf dem Kopf von Donald J. Trump wohnt und seinen Körper steuert. So eindeutig richtig kann ein Moment überhaupt nur einmal in der Geschichte des Universums sein. Außerdem hätte Gott® damit auch jegliche Zweifel an der eigenen Existenz beenden können – so ein spektakulärer Blitzschlag auf den Stufen des Kapitols hätte sich auf die Twitter-Follower des Herrn sicherlich durchaus positiv ausgewirkt, könnte ich mir so vorstellen.
Aber nein – kein Blitz. Nicht mal die Hand ist dem Kerl abgefault, als er auf die Verfassung der USA geschworen hat. Gut, das haben auch schon andere Typen hingekriegt, ohne sofort von Beulenpest befallen zu werden. Das mit dem Lügen ist ja keine Erfindung von Trump. Richard Nixon hat beispielsweise so viele Lügen gezüchtet, daß man sich wundern mußte, wie er da überhaupt den Überblick behalten konnte.

Jimmy Carter, der alte Erdnußfarmer, versprach seinen fellow Americans, er werde ihnen stets die Wahrheit sagen. Was er dann ab und zu auch gemacht hat. Zum Beispiel, als er Solarzellen auf das Weiße Haus nageln ließ und seine Nation darüber informierte, daß sie auf zu großem Fuß lebt. Was der Teil der Wahrheit war, den die Amis schon damals nicht hören wollten, weshalb Carter auch nach einer Amtszeit spontan nicht wiedergewählt wurde. Ich war ganz überrascht, den Mann gestern in der Übertragung der Inauguration in der Menge zu entdecken. Ich dachte, der wäre schon tot. Aber nein, Jimmy Carter ist 92. Das ist nah dran am tot sein, nehme ich an. Aber er ist noch da.

Das ist so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, wie ich finde. Denn so konnte einer wie Carter sehen, was auch durch seine Schuld gestern passiert ist. Carter mag ab und an gelogen haben. Richard Nixon steht auf dieser Skala weit über ihm.
Aber all das wird von Trump problemlos überboten, eindeutig.
Dieser Mann lügt und behauptet dann mit dem nächsten Tweet einfach das Gegenteil. Völlig unbelastet von Fakten oder ihm vorgehaltetenen digitalen und sonstigen Beweisen, die Donald J. Trump beim Erzählen von kackdreisten Lügen zeigen, streitet Donald J. Trump ab, den Kerl auf dem Youtube-Video überhaupt zu kennen.

Das Erschreckende daran ist: Es gibt Momente, in dem glaube ich ihm das sogar. Wie grenzenlos unbeschwert es sich doch regieren läßt als denkbefreite Zone, es muß herrlich sein.
Seit gestern ist die weltmachtigste Weltmacht des Planeten in den kleinen Händen eines Mannes, der Präsidentendekrete auf 140 Zeichen in den asozialen Medien eindampft. Im Grunde eine angemessene Form, die stinkenden Reste amerikanischer Demokratie offiziell zusammenzufegen und endgültig in den Treteimer der Geschichte zu befördern. Rott in Peace. Weiterlesen

Bestimmung der Fallgeschwindigkeit

,,It’s the end of the world as we know it
and I feel fine.“

R.E.M.

Großer Gott, was war das eine furchtbare Wahlnacht im November. Der Kandidat, von dem alle sich seit Monaten gefragt hatten, wie er überhaupt Kandidat für irgendwas werden konnte außer womöglich für Werbung für Zahnpasta oder Selbstbräuner, ging auf die Bühne, um seinen überwältigenden Wahlsieg gebührend zu feiern. Ausgerechnet dieser Typ, dem die meisten Kommentatoren jegliche Eignung für sein Amt abgesprochen hatten, stand als Sieger auf dem Treppchen des Präsidentenrennens.
Er hatte nicht gewonnen, weil er das bessere Programm hatte. Sein Sieg war vor allem auch Folge von sehr schwachem und wenig überzeugendem Auftreten seines Gegenspielers. Im Angebot des Gewinners befanden sich eigentlich nur Platitüden ohne Inhalt, reine Schlagworte. Irgendwas mit den Russen war gerne dabei. Und natürlich immer wieder dieses Gerede von Amerika als „großer Nation“, die unbedingt wieder ihrem Auftrag gerecht werden müsse, die freie Welt zu führen. Ob die freie Welt das will oder nicht, war dabei völlig egal. Und wohin genau man die führen solle, die freie Welt, das ließ der Kandidat auch offen und widersprach sich bei dieser Frage gerne selbst. Nach dem, was er so von sich gab, notfalls auch in den Abgrund.

Ein grinsender Schwachmat mit platten Sprüchen und eher mäßigem politischem Hintergrund hatte die Wahl gewonnen. Die Medien weltweit überschlugen sich vor Entsetzen. Wie hatte das nur passieren können? Dieser Mann sollte Amerika regieren? Und diese Frisur!
Niemand wußte, was sich daraus ergeben sollte. Auf keinen Fall etwas Gutes, denn der Kerl hatte einfach nichts drauf. Weder intelligent noch gebildet, im Grunde ein Typ vom Lande, der seine eigene Ignoranz gegenüber so ziemlich allem wie eine Monstranz vor sich her trug. Außerdem auch noch siebzig Jahre alt, nicht gerade ein junger und dynamischer Verwalter des einflußreichsten politischen Amtes des Planeten.
Ja, dieser 20. Januar 1980, an dem ein Mann namens Ronald Reagan seinen Amtseid ablegte auf den Stufen des Kapitols, war kein guter Tag für die weitere Entwicklung der Zivilisation.

Da sage noch einer, Geschichte wiederholt sich nicht. Wie bereits schon mehrfach festgestellt innerhalb dieser Blogzeilen: Doch, tut sie.
Ein Kreis ist ein nahezu perfektes Symbol für die Gesamtheit der menschlichen Historie. Oder eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt, die Welt umgibt und sie somit zusammenhält.

Menschen sind gefangen in Narrativen. In Geschichten, die sie sich darüber erzählen, wie die Welt beschaffen ist. Wobei sie in Wahrheit sehr oft Geschichten darüber erzählen, wie die Welt beschaffen sein sollte, was einen Unterschied ausmacht.
Das ist die Art und Weise, wie Mensch die Welt begreift. Ihr Sinn verleiht, den sie oft im flüchtigen Hinsehen nicht zu haben scheint. Im Grunde genommen besteht menschliche Zivilisation aus Geschichten.
Das Narrativ von Fortschritt und Innovation hatte ich bereits ausführlich erwähnt. Dieses realitätsresistente Beharren auf der Überzeugung, daß irgendein sogenannter Fortschritt erstens ewig ist und zweitens immer Ergebnisse hervorbringt – und natürlich hervorbringen wird – die ausschließlich zu einer Verbesserung unserer Lebensumstände führen.
Unsere Eigenart, immer wieder von „Technologie“ zu reden, obwohl wir doch so etwas gar nicht besitzen. Wir sind Bewohner der Technosphäre. Wir sind Einwohner von Mythopolis. Kein technologisch wirklich nützliches Dingsbums steht ohne ein Fundament aus anderen Dingen einfach so im Raum herum. Überall greifen Dinge ineinander, wie Zahnräder einer großen Maschine.
Ein Mann namens Lewis Mumford hat einmal ein Buch darüber geschrieben. Es heißt Mythos der Maschine. Das, was ich die Technosphäre getauft habe, und das, wovon diese wiederum nur ein Teil ist, nämlich unsere industrielle Zivilisation, hat Mumford in seinem Buch die Megamaschine genannt. Weiterlesen

Die Schlange bewegt sich

„Tomorrow belongs to those who can hear it coming.“

David Bowie

Bereits am Anfang des letzten Jahres wollte ich es als gebraucht zurückgeben. Denn kaum veröffentliche David Bowie doch noch eine neue Scheibe, worüber ich ebenso erstaunt wie überrascht und erfreut war, starb der große Mann der Musik nur zwei Tage später. Er fehlt mir noch immer.
Italien verlor Umberto Eco, den großen Literaten, dessen verfilmtes Werk „Der Name der Rose“ auch dank eines urgenialen Sean Connery zu einem meiner liebsten Filme zählt. Keine größere Szene als die, in der der leicht angesengte und intellektuell überaus streitbare Mönch William von Baskerville am Fuße des brennenden Bibliothekturms die unter seiner Kutte verborgenen Bücher fallen läßt, die er so gerade noch retten konnte.
Auch Bud Spencer ist tot, ein Mann mit wirklich bewegter Vergangenheit, dessen Filme ich immer mochte, weil man genau wußte, daß auch nach der wüstesten Prügelei alle wieder aufstehen. Außerdem ist nicht alle fünf Sekunden ein Häuserblock explodiert.
Der Mann, der Goethe die Frage hätte beantworten können, was „die Welt im Innersten zusammenhält“ ist ebenfalls tot. Denn zweifellos halten Artur Fischers Dübel heute einen guten Teil der Welt zusammen, in der wir leben.
Die Latzhose meiner Kindheit ist tot. Peter Lustig, der Mann aus dem Bauwagen, der Erklärbär aus dem Fernsehen, gehört zu den Verlusten des Jahres, die mir mein eigenes Alter deutlich vor Augen geführt haben.
Severus Snape ist tot, nicht nur im Film, sondern auch real. Was ich selbst als jemand mitbekommen habe, der die verdammten Harry-Potter-Romane noch immer nicht gelesen hat. Wobei mir erst im Nachhinein auffiel, in wie vielen Filmen mir Alan Rickman eigentlich schon begegnet war.
Deutschlands größter Außenminister, der Pullunder des Grauens, the Genschman himself, wurde für immer abberufen im vergangenen Jahr. Eine weitere Stimme altersweiser Politik, die nicht mehr gehört werden kann. Gerade jetzt, wo man sie so dringend braucht.

Von Prince und Muhammad Ali rede ich mal gar nicht, beides schwere Schläge für die Musikszene und auch für die Schwarzen in den USA, zweifellos. Der Professor des Boxens, schon lange schwer gezeichnet, war eine Ikone der Bürgerrechtler. Eigentlich war er wohl deren letzte Ikone. Übrig bleibt nur hysterisches Kreischen.
Götz George, viel unterschätzter Schauspieler und Bühnenmann im Schatten seines Vaters, hat uns verlassen, der ewige Kommissar hat seine Marke für immer abgegeben.
In Großbritannien ist mit der Ermordung von Joe Cox im Vorfeld des Brexit der erste politische Mord seit Menschengedenken zu verzeichnen auf der Insel. Gene Wilders Tod war leider auch kein Witz, sondern die Wahrheit.
In Thailand starb König Bhumipol, der Mann, der von seinem Thron aus dieses Land in Südostasien siebzig Jahre lang zusammengehalten hat. Die Zukunft ist ungewiß für diese Nation. Sie ist damit nicht allein auf diesem Planeten.

Immer noch tot, obwohl wir ihn dringend bräuchten: David Bowie. Heute vor einem Jahr brachte der große Mann der Musik sein letztes Album heraus. Zwei Tage später hat er die Bühne für immer verlassen. Das letzte Jahr fühlte sich irgendwie komisch an für viele Menschen.
Coverphotographie von „Heroes“, 1977

Sharon Jones wird ihren wütenden, donnernden Soul nicht mehr in die aufgekratzte Menge ballern können, wie es die 60jährige drauf hatte wie kaum eine andere. Schon wieder weniger Musik auf einer Welt, die dringend mehr davon braucht.
Mit Fidel Castro starb eine der wohl umstrittensten, aber zweifellos auch einflußreichsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts. Das Erbe des Máximo Lider wird jetzt von den USA kolonisiert werden. Einer der letzten großen Gestalten des Kalten Krieges hat die Bühne verlassen.
Leonard Cohen, der düstere Barde der Musik, ist ebenfalls nicht mehr im Studio des Lebens anzutreffen, er starb mit immerhin 82 Jahren. Im Gegensatz dazu starb der Pop-Kollege George Michael mit nur 53 deutlich zu jung. Viele haben ihm immer vorgeworfen, ein typischer Föhnfrisur-Popmusiker der 80er Jahre gewesen zu sein. Was daran schlimmer sein soll, als ein typischer Elektro-TransDanceTripHopTechno-Knöpfchendreher der 90er zu sein, erschließt sich mir nicht so ganz. Ich habe zwei Platten von dem Mann, der sich ein halbes Leben damit rumquälte, schwul zu sein und nicht dazu stehen zu können: Faith und Listen without prejudice. Beide Scheiben sind durchaus geil, und mehr muß ich darüber nicht wissen.

Dazu ist auch noch der Chor der Roten Armee mit dem Flugzeug abgestürzt, 98 Menschen kamen über dem Schwarzen Meer ums Leben am ersten Weihnachtstag. Nein, das Jahr 2016, dieses seltsame, surreale Jahr, hat es mit der Musikwelt nicht wirklich gut gemeint. Oft hatte ich das Gefühl, das TOD seinen Job an unterbezahlte Dauerpraktikanten mit Barcelona- Bachelor abgegeben hat. Weiterlesen