My hollow Trumparicans…

Gestern war es dann endgültig soweit: Aus dem President-Elect wurde nach Ablegen des Amtseids endgültig „Mr. President“. President Trump. Obwohl ich bereits ein gutes Jahr vor der Wahl vom Sieg dieses Mannes geschrieben und mich schon im Januar darauf festgelegt hatte, fühlt sich allein diese Wortkombination auf meiner Großhirnrinde irgendwie schleimig an. President Trump. Irgendwas ist doch hier völlig surreal.
Jetzt wird sich zeigen, ob die USA die von Gott so auserwählte Superdupernation des Planeten sind, für die sie sich in ihrem burgerbekifften Größenwahn immer halten. Sie wird allen göttlichen Beistand brauchen, den sie bekommen kann, diese Nation.

Wenn es an der Zeit wäre, mal einen fetten Blitz vom Himmel zu werfen, dann wäre dieser Moment die Vereidigung der kleinen, pelzigen Alienkreatur gewesen, die auf dem Kopf von Donald J. Trump wohnt und seinen Körper steuert. So eindeutig richtig kann ein Moment überhaupt nur einmal in der Geschichte des Universums sein. Außerdem hätte Gott® damit auch jegliche Zweifel an der eigenen Existenz beenden können – so ein spektakulärer Blitzschlag auf den Stufen des Kapitols hätte sich auf die Twitter-Follower des Herrn sicherlich durchaus positiv ausgewirkt, könnte ich mir so vorstellen.
Aber nein – kein Blitz. Nicht mal die Hand ist dem Kerl abgefault, als er auf die Verfassung der USA geschworen hat. Gut, das haben auch schon andere Typen hingekriegt, ohne sofort von Beulenpest befallen zu werden. Das mit dem Lügen ist ja keine Erfindung von Trump. Richard Nixon hat beispielsweise so viele Lügen gezüchtet, daß man sich wundern mußte, wie er da überhaupt den Überblick behalten konnte.

Jimmy Carter, der alte Erdnußfarmer, versprach seinen fellow Americans, er werde ihnen stets die Wahrheit sagen. Was er dann ab und zu auch gemacht hat. Zum Beispiel, als er Solarzellen auf das Weiße Haus nageln ließ und seine Nation darüber informierte, daß sie auf zu großem Fuß lebt. Was der Teil der Wahrheit war, den die Amis schon damals nicht hören wollten, weshalb Carter auch nach einer Amtszeit spontan nicht wiedergewählt wurde. Ich war ganz überrascht, den Mann gestern in der Übertragung der Inauguration in der Menge zu entdecken. Ich dachte, der wäre schon tot. Aber nein, Jimmy Carter ist 92. Das ist nah dran am tot sein, nehme ich an. Aber er ist noch da.

Das ist so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, wie ich finde. Denn so konnte einer wie Carter sehen, was auch durch seine Schuld gestern passiert ist. Carter mag ab und an gelogen haben. Richard Nixon steht auf dieser Skala weit über ihm.
Aber all das wird von Trump problemlos überboten, eindeutig.
Dieser Mann lügt und behauptet dann mit dem nächsten Tweet einfach das Gegenteil. Völlig unbelastet von Fakten oder ihm vorgehaltetenen digitalen und sonstigen Beweisen, die Donald J. Trump beim Erzählen von kackdreisten Lügen zeigen, streitet Donald J. Trump ab, den Kerl auf dem Youtube-Video überhaupt zu kennen.

Das Erschreckende daran ist: Es gibt Momente, in dem glaube ich ihm das sogar. Wie grenzenlos unbeschwert es sich doch regieren läßt als denkbefreite Zone, es muß herrlich sein.
Seit gestern ist die weltmachtigste Weltmacht des Planeten in den kleinen Händen eines Mannes, der Präsidentendekrete auf 140 Zeichen in den asozialen Medien eindampft. Im Grunde eine angemessene Form, die stinkenden Reste amerikanischer Demokratie offiziell zusammenzufegen und endgültig in den Treteimer der Geschichte zu befördern. Rott in Peace.

Ich bin sehr gespannt, wer der erste aus der Clique der Reichen und Korrupten sein wird, aus deren fossilen Überresten sich der neue Präsident in den letzten Wochen sein Kabinett zusammengelötet hat, der dann per Twitter oder Facebook-Post wieder aus seinem Amt entfernt wird.
Diese Art des Echtzeit-Regierens dürfte für so manche spannende Nummer sorgen in den nächsten vier Jahren. Theoretisch. Falls Trump nicht vorher stirbt oder ihm dabei einer hilft. Womöglich ist der Schakal ja schon angeheuert und segelt gerade über die Großen Seen, um seinen Auftrag zu erfüllen. Wer weiß?

Das wiederum Erschreckende daran ist, daß sein Nachfolger Mike Pence hieße. Der neue Vizepräsident der USA. Schon als dieser Typ seine Hand auf die Bibel legte, hätte ich einen Meteoriteneinschlag in Washington als durchaus adäquat empfunden am gestrigen Tag. Da hätte es eindeutig nur die Richtigen getroffen in dem Moment. Sorry, Barack, aber da bist du dann eben Kollteralschaden. Hat dich als Präsidenten bei Drohnenflügen über fernen Ländern ja auch nicht gestört.
Kaum denke ich das, kommt in mir die Vorstellung nach oben, daß sehr bald Drohnen über amerikanischen Städten kreisen werden. Dem Wetter in Washington ist das egal, es regnet nicht mal ordentlich in der verdammten Stadt, als Donald J. Trump die Eidesformel spricht, die ihn endgültig zum Präsidenten macht.

Besonders interessant wird die Geschichte natürlich dadurch, daß Donald Trump, dieser zutiefst narzissistische Typ, in dessen Gencode sich Trottellumme und Mimose aufs Großartigste vereinen, ein Präsident sein wird, der auch Echtzeit-Reagiert.
Wenn ihm wieder ein Reporter ans Bein pinkelt zum Beispiel, indem er eine Frage stellt, zu der er womöglich auch noch gleich so lästige Dinger zur Antwort dabei hat. Fakten heißen die, glaube ich.
Oder falls ihm irgendwer nicht rechtzeitig gratuliert, wenn Klein-Donald es mal geschafft hat, die lächelnde PR-Assistentin mit den dicken Titten, die ihm die die Agentur seines Schwippschwagers ausgeborgt hat, nicht gleich vor laufenden Kameras nach dem Feuchtigkeitsgehalt ihrer Unterwäsche zu befragen. Oder etwas ähnlich Geschmackvolles.
Was auch nur den Anschein von Moral und Anstand angeht, ist Donald Trump ja nun etwa so wie die C-Parteien in Deutschland: Sonntagmorgen um 9 in der Kirche zum Predigen auf der Kanzel. Und Sonntag mittags um Zwei dann besoffen im Puff eingeschlafen, die Nase im Koks.
Dieser Typ ist der Inbegriff des kleinen Jungen, der von Papi immer wieder als unfähig gescholten worden ist, weil er bei einem Immobiliendeal nicht den letzten Cent rausgeholt hat. Trump erzählt von einem Amerika, in dem es jeder schaffen kann. Hätte mir jemand mir an meinem achtzehnten Geburtstag eine Million in die Hand gedrückt, wie Trumps unseliger Erzeuger das getan hat, dann würde ich noch heute von dem Geld leben. Denn das reicht bei bescheidener Lebensführung eine ganze Weile für die essentialia des Leben aus.
Der kleine, misanthropische, von Daddy gegängelte Bengel ist jetzt Präsident der USA. Dummerweise ist sein Körper inzwischen siebzig Jahre alt.

Der beste Sumpf, den man für Geld mieten kann. Schon im Vorfeld seiner Ernennung zeigt Trump klar, was er von seinen Wählern hält. Die sind so doof, es nicht zu merken.

„Drain the swamp!“
Den Sumpf trockenlegen. So hatte Mr Noch-Nicht-President im Wahlkampf auf der Zielgeraden über Twitter ausrichten lassen. Dazu wäre er angetreten. Ganz offensichtlich hätte der Mann doch etwas werden können außer Immobilienschmierfink. An Donald Trump ist ein großartiger Comedian verlorengegangen. Schade eigentlich. Da hätte dem Planeten einiges erspart bleiben können.

Donald Trumps Präsidentschaft beginnt mit der unvollständigsten Regierungsmannschaft, die ein Präsident jemals hatte. Oder besser, nicht hatte. Von seinen 15 Kandidaten für die höchsten Ministerposten sind bisher 13 nicht bestätigt. Ich vermute, dem Kongress wird nichts anderes übrigbleiben, als das zu genehmigen. Aber der Vorgang ist trotzdem einmalig, zumindest, so weit ich das weiß. Die USA haben eine neue Regierung. Aber es weiß keiner so recht, mit wem man denn nun über was reden soll. Natürlich könnte man mit der Bildungsministerin reden, wenn es um Bildungsfragen geht. Aber man wüßte eben nicht, ob sie den Posten überhaupt bekommt.
Die Trump-Administration müßte jetzt ihre Arbeit beginnen. Aber das kann sie gar nicht, denn in weiten Teilen existiert die ganze Verwaltung nur auf dem Papier und im Kopf des Präsidenten. Fast 700 wichtige Posten in der hohen und höheren Verwaltung sind noch unbesetzt – vermutlich sind Trump die dafür notwendigen Milliardäre ausgegangen.

Überhaupt ist das Kabinett von Nr. 45 ein einziger Albtraum. Die erwähnte Bildungsministerin, Betsy DeVos, ist da schon die Ausnahme. Denn sie ist eine Frau. Ansonsten ist die Mannschaft von Trump exakt das: Männlich. Und weiß. Und eher mittelalt. Außerdem sind alle steinreich, pinkeln gerne auf die Köpfe von Menschen, die nicht mindestens 10 Millionen Dollar besitzen, und haben dabei nicht einmal den Anstand, das Regen zu nennen.
Die Bildungsministerin paßt aber deswegen gut in die Runde, weil sie Milliardärin ist und die richtigen Ansichten hat. „Bildung auf Weltniveau“ wolle man anbieten. Hat er gesagt, der President-Elect. Im Wahlkampf.
Deswegen ist Betsy DeVos auch eine stinkreiche Frau, die Steuererleichterungen für Schulen haben möchte. Nicht für öffentliche Schulen, sondern dergestalt, daß Eltern ihre Kinder besser auf Privatschulen schicken können. Gleichzeitig bezeichnete sie den Zustand des amerikanischen Bildungssystems einmal als „inakzeptabel“. Das allerdings ist richtig.

Mir war aber so, als würden Collegestudenten gerade deshalb in den USA ihre horrenden Gebühren über Kredite finanzieren, weil es in diesem Land bereits Bildung auf Weltniveau gibt. Das sagen zumindest die Werbeprospekte der Bildungsindustrie und warum sollte ich denen nicht glauben?
Bereits vor einiger Zeit haben die Schuldenstände der „student loans“ die Höhe der amerikanischen Konsumentenkredite überschritten und stellen somit den größten Klotz dar, der normalen Amerikanern so am Bein hängt, was ihre Finanzen angeht.
Die größte Betreibergesellschaft für Studienfinanzierung in den USA sieht sich übrigens gerade einer Klage gegenüber, in der es darum geht, daß man die 12 Millionen Studenten, die diese Typen so im Portfolio haben, mit mieser Beratung und miesen Geschäftsmethoden gezwungen haben soll, sich möglichst hoch und hoffnungslos zu verschulden. Beispielsweise hat ihnen keiner einen Plan vorgelegt, wie sie denn ihre Schulden auch am besten wieder abstottern können und sollten.

Das kann ich mir gar nicht vorstellen in einem Wirtschaftssystem, in dem eine börsennotierte Firma ihren Wert daraus bezieht, daß sie Kredite vergibt. Und natürlich daraus, daß die Kreditsummen immer weiter wachsen müssen in den Quartalsberichten. Und auch daraus, daß sie ihre „Kunden“ möglichst lange behält.
Was also bedeutet, daß lebenslange Schuldsklaverei für diese Firmen genau das ist, was sie haben wollen.
Ebenso wie weiland bei uns die FDP die gesetzlichen Krankenkassen abschaffen wollte, auf das sich ein jeder heldenhaft privat versichern möge, möchte Ms DeVos das Bildungswesen der USA endgültig total privatisieren.

Seltsam, auf meinem Planeten haben die Studenten dieses Landes nämlich nicht nur enorm hohe Schulden, sie sind auch erstaunlicherweise sehr oft nicht in der Lage, diese zurückzubezahlen.
Besonders schön erkennen kann man die Krankheit in Amerikas Kopf dann daran, daß die Sprecherin einer Verbrauchervereinigung das als „repayment crisis“ bezeichnet. Also ein Problem der Rückzahlung an die armen, gestressten Firmen – nicht etwa ein Problem der Bezahlung von Menschen, die sich zumindest die Mühe gemacht haben, mal etwas gehobene Bildung zu erwerben.
Als kleines off topic finde ich es bemerkenswert, daß das Wort „hell“ im verlinkten Text mit Sternchen zensiert worden ist. Als hätten die verfickten USA nicht andere beschissene Probleme.

Bild 1: In seiner ersten Kabinettssitzung nach der Vereidigungszeremonie legte der 45. Präsident der USA die Richtlinien der zukünftigen Politik fest. Zum Beispiel, daß ab sofort nach der Ziffer 45 keine weiteren mehr zulässig sind, weshalb die nächsten Wahlen leider ausfallen müssen.

In meinem Livestream zoomt die Kamera gerade auf Donald Trump. Er kommt jetzt endlich mal irgendwelche Treppen runter und gesellt sich zu der bereits wartenden Menge, die ja ohne ihn nicht mit der Show anfangen kann. So groß ist die Menge allerdings gar nicht. Von 900.000 Menschen sprechen die Kommentatoren da. Bei Obama 2009 waren es über zwei Millionen.
Trump sieht angespannt aus. Seine Körpersprache wirkt alles andere als souverän. Er schaut sich immer wieder um und macht den Eindruck, als würde er sich fragen: „Was mache ich hier eigentlich? Wie bin ich hierher gekommen?“

Eine Frau namens Paula White-Chain spricht jetzt gerade aus dem Fernseher. Der Kommentar bezeichnet die Pastorin als Trumps „persönlichen geistlichen Mentor“ und betont, die Dame vertrete den Standpunkt, daß besonders Reiche ja von Gott gesegnet sein müßten. Sonst wären sie ja nicht reich. Alles klar, keine weiteren Fragen.
Unmittelbar kommt mir die Geschichte in den Sinn, in der Jesus die Bankenmafia mit der MP erschießt im Tempel des Gottes Mammon. Irgendwie so steht das in der Bibel, aber ich müßte noch mal nachlesen.
Außerdem ist dieser Schwachsinn, denn die geföhnte Tussi im Wind von Washington absondert, ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Denselben Mist mit der Formel „Reichtum = Gottes Gnade“ haben nämlich schon die Calvinisten verbreitet, das war so vor 450 Jahren. Der Kapitalismus hat schon vor seiner heutigen Ausfrormung immer wieder versucht, eine Entschuldigung für seine eigene Arschlochmentalität zu finden.

Allerdings galt es damals zumindest als unerläßliche Pflicht eines guten Christen, auch den Armen zu helfen. Allen Armen. Nicht denen, die man sich auf einer Charity-Gala selber aussucht, weil die Armut aller anderen dummerweise nicht den persönlichen Ansprüchen genügt.
Es wäre auch nicht im Sinne eines Calvinisten gewesen, den Armen auch noch das bißchen Krankenversicherung wegzunehmen, das sie gerade erst gekriegt haben. Amerikanische Marktradikale denken da anders. Mehr so wie deutsche AfDler und FDPler. Wieder wünsche ich mir, ein Dinosaurier möge vom Himmel fallen und diese ganzen Arschlöcher, die sich da zum „Hail to the Chief“ versammelt haben, allesamt erschlagen. Aber auch Dinosaurier sind heute nicht zu sehen. Hat Hollywood wieder gelogen. Da werden die Arschlöcher nämlich irgendwann immer gefressen. Typisch amerikanische Kultur. Nur Lügen.

Trump sieht das anders. Während ich das hier schreibe, werden die Grundzüge von ObamaCare, der so verhaßten, nach fünfzig Jahren des Ringens endlich mal eingeführten Krankenversicherung für alle, vom neuen Präsidenten bereits sauber in Trümmer gelegt.
Nummer 45 hatte versprochen, das alles rückgängig zu machen. Trump, der Zukunftsmann. Vorwärts in die Vergangenheit, Teil 1. Jetzt in ihrem Kino.
Vor seiner Vereidigung hatte er schon wieder was anderes gesagt. Jetzt sollen die „ärmsten Amerikaner“ eben doch Zugang zu Gesundheitsversorgung erhalten. Exakt das ist aber der Grundgedanke von ObamaCare gewesen.
Ich glaube, daß Donald Trump einfach den Namen nicht ertragen kann. Nichts soll an den Vorgänger im Amt erinnern, schon gar nicht die Gesundheitsversorgung.
TrumpCare soll alles überbieten, was es je gegeben hat, darunter macht es ein Donald Trump ja nicht.
Das ObamaCare letztlich den sechs großen Versicherungsgesellschaften etwa 30 Millionen neue Kunden verschafft hat und die Lage insgesamt nur mäßig verbessert – das wäre durchaus ein Ansatzpunkt für Kritik. Aber Trump ist ebensowenig ein Kritiker von Obama wie „Asylkritiker“ hierzulande Asyl kritisieren.
Schon äußern sich auch Vertreter der Versicherungswirtschaft sehr besorgt über Trumps Pläne, denn ohne Gesetzesgrundlage arbeitet es sich schlecht. Und wie so oft hat Donald J. Trump keine Alternative anzubieten. Trump findet einfach nur alles scheiße, was nicht Trump ist.

Der Amtseid ist abgelegt, kein Blitz ist vom Himmel gefahren, um diese Tragödie der internationalen Politik doch noch zu einem glücklichen Ende zu bringen.
Ich halte im Publikum Ausschau nach Zeitreisenden aus der Zukunft, die ihren Phaser ausrichten, um diesen Moment der Geschichte zu ändern. Das hier kann doch nur eine Abweichung sein, oder? Niemals ist das hier die normale Zeitlinie, auf der die Welt sich bewegen sollte.
Aber keiner schießt. Auch keine geheimnisvoll aussehenden Typen mit Kameras aus der Zukunft tauchen auf. Katastrophentouristen oder so. Der einzige Zeitreisende bleibt, auf seine Art, Jimmy Carter. Er ist immer noch da. Vielleicht ist er ja gestrandet, weil seine Zeitmaschine kaputt ist. Vielleicht hat er deswegen vor einer Weile einmal gesagt, daß die USA gar keine Demokratie mehr sind.

Jetzt kommt der gefürchtete Moment. President Trump schreitet zum Rednerpult, um seine Antrittsrede ins Mikrophon zu bellen, das erstaunlicherweise nicht massiv vergoldet ist, wie ich feststelle. Eigentlich hatte ich das erwartet. Aber zumindest die Rede dieses Mannes überrascht mich nicht im Geringsten.

Nr. 45 beschwört von Anfang an das Szenario „Wir gegen Die“. Das weiße, enttäuschte, frustrierte Amerika gegen den anderen Teil des Landes. Gegen alle anderen Länder. Gegen die Welt. Goebbels wäre begeistert.

„Das Establishment hat sich nur selbst geschützt, aber nicht die Bürger unseres Landes“, sagt er. Und meint damit das politische Establishment in Washington. Nicht aber das finanzielle Establishment, dem er selbst angehört. Die USA sind gerade eben in eine Aktiengesellschaft überführt worden und der CEO hält eine Rede. Die Kurse der Aktie sind aber nur interessant für diejenigen, die sie sich auch leisten können.
Trump sagt „unser Land“ und meint damit ganz klar das Land, das sich in seinem Kopf befindet und in den Köpfen vieler seiner Wähler. Von Anfang an kreiert er wieder ein Szenario von „Wir“ gegen „Die“.
In Trumperica hat soeben der Wirtschaftsfaschismus offen das Ruder übernommen, dem diese lästigen Politiker mit ihrem Rumgemache nur im Wege stehen. Der Mann, der da eben eine Haßtirade auf die „Eliten“ von sich gibt, sieht sich selber tatsächlich nicht als Teil einer solchen Gruppierung. Denn er hat ja nur Geld und das ist ja das, was Gott so tut, um sein Wohlwollen auszudrücken gegenüber seinen Lieblingen, nicht wahr? Er bewirft sie mit Gold. Wenn er sie doch wenigstens mit ganzen Barren bewerfen würde.

„Die Vergessenen werden nicht länger vergessen sein. Ihr seid hergekommen, um Teil einer historischen Bewegung zu werden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“, sagt das Alien in sein Mikrophon.
Die meisten der Prominenten, die anwesend sind, sehen eher so aus, als wollten sie jetzt gerade einfach nur möglichst weit weg sein.
Eine Bewegung also. Ein Programm, um dem Volk seine Nation zurückzugeben. Ich erspare mir historische Details zu dieser Rhetorik. Die Parallelen sind schlicht offensichtlich. Der Tenor und Kontext ebenfalls. Bis jetzt hätte diese Rede auch von Mussolini sein können oder von geistig traumatisierten Österreichern.

„Die Amerikaner wollen tolle Schulen“, sagt Donald Trump. Im Hintergrund lächelt seine Bildungsministerin mit ihrem Privatvermögen in Milliardenhöhe, die mehr als einmal die Vorzüge von Elite-Unis und Elite-Colleges und Privatschulen gepriesen hat, ihr dünnes, sehr, sehr kaltes Lächeln.

Von Müttern und Kindern spricht dieser Mann, die in Armut gefangen sind. Von verrosteten Fabriken, die wie Grabsteine in der Landschaft stehen. Von einem Bildungssystem, daß seine Teilnehmer ohne jegliche Bildung zurückläßt.
Das ist sogar nicht einmal falsch.
Dann spricht er davon, daß sich seit Jahrzehnten ausländische Industrie an Amerikas Industrie bereichert habe.
Hier verschlucke ich mich beinahe an meinem Tee. Die Profite der großen US-Konzerne haben in den letzten zehn Jahren unglaubliche Höhen erreicht. Es sind andere Konzerne als in der Jugendzeit eines Donald Trump. Aber die Gewinne sind nahezu obszön. Amerikas Industrie hat von der Globalisierung massiv profitiert. Amerikansiche Arbeitnehmer haben das nicht. Aber Trump scheint diesen Unterschied nicht machen zu wollen.
Das Bild, das er beschreibt, ist das eines Landes, das seit Jahrzehnten mit seinem Reichtum den Rest des Planeten füttert. Es ist so, als würde ein Politiker der Weimarer Republik über den Versailler Vertrag reden. Trump beschreibt das Amerika in seinem Kopf als gedemütigte Nation.
Das diese Demütigung der Arbeitnehmer nach den Maßgaben des Wirtschaftssystems erfolgt ist und erfolgen mußte, dem Trump mit jedem Atemzug als Chefideologe dient, kommt ihm nicht eine Sekunde in den Sinn. Wo früher Hitler über die Reinheit der Rassen schwadronierte, steht für Donald Trump der ungezähmte Kapitalismus als einzig akzeptables ideologisches Modell im Mittelpunkt.

„Wir haben die Grenzen anderer Nationen verteidigt, aber wir haben uns geweigert unsere eigenen Grenzen zu verteidigen“, sagt Hairforce One weiter.
Nun, das könnte daran liegen, daß Amerikas Grenzen niemals angegriffen worden sind seit dem Dezember 1941. Was die Verteidigung anderer Nationen angeht, könnten die Iraker davon ein Lied singen, das Trump nicht gefallen würde.
Man hätte natürlich ganz Westeuropa auch an Stalin verschenken können nach dem Zweiten Weltkrieg, aber das erschien Trumps Vorgängern geostrategisch nicht ganz klug.
Ob man jetzt die Verteidigung der Grenzen anderer Nationen so gut gelungen findet, wenn man in Vietnam eine Umfrage machen würde? Oder in Kambodscha? In Mittelamerika vielleicht? Oder in Südamerika, wo in den 70er Jahren diverse links-progressive Regierungen seltsamerweise durch rechtskonservative, streng marktradikale und diktatorische Regime ersetzt wurden?
Es gibt das Gerücht, daß der eine oder andere Geheimdienst der USA da seine Finger drin gehabt haben könnte.
Trump verkauft amerikanischen Imperialismus ernsthaft als „Schutz anderer Grenzen“.
Ich höre die Stimme des Paten in meinem Kopf raunen: „Schönes Land haben sie da. Wäre doch schade, wenn dem was zustieße.“
Auch die Grenzen der USA möchte Nr. 45 schützen. Aber vor wem?
Vor den mexikanischen Bauern, die nach dem Abschluß des Freihandelsvertrages NAFTA durch subventionierte Nahrungsmittelimporte aus den USA derartig verarmten, daß sie jetzt als Illegale in den USA auf irgendwelchen Hühnerzuchtbetrieben arbeiten müssen?

„Wir werden das Schicksal der Welt für viele Jahre bestimmen“, sagt die kleine pelzige Kreatur auf dem Kopf von Donald Trump. Damit hat er bedauerlicherweise sogar recht. Alleine schon die Besetzung freier Richterstellen im Supreme Court dürfte sich sehr bald zum Politikum entwickeln. Vermutlich morgen.
Ich schätze auch mal, daß derzeit zwischen einigen europäischen Hauptstädten reichlich diplomatische Brieftauben unterwegs sind. Denn was Trump über die NATO gesagt hat, ist auch nicht gerade ein Bekenntnis zum Fortbestand dieses Bündnisses.

„America first“, sagt Trump.
Wer amerikanischen Schutz will, muß ihn demnächst gegen Barzahlung bestellen. Als würden die über 700 Militärstützpunkte der USA in mehr als 100 Staaten, unter anderem Deutschland, von den USA bezahlt. Jedes Imperium läßt seine Besatzungstruppen von den Besetzten bezahlen, Amerika bildet da keine Ausnahme.
Der Mann am Mikrophon spricht vom „Ausbluten“ der amerikanischen Streitkräfte.
Aber es ist nicht die Schuld Nigerias, wenn eine F-35 470 Millionen Dollar kosten soll, sondern die Folge einer permanenten Kriegspolitik orwellschen Ausmaßes. Und die Schuld von Lockheed möglicherweise.
600 Milliarden Dollar verbläst das Pentagon jedes Jahr. Mehr als die nächsten sechs Staaten der Erde zusammen. Darunter so finstere Bedrohungen für die Freiheit der Welt wie China und Rußland.
Auch andere Imperien erschöpften ihre Finanzen über ihr Militär. Die USA bilden hier keine Ausnahme.

Trump spricht von mehr Straßen, mehr Highways.
Seine gesamte Rede zeigt deutlich, daß der Planet in seinem Kopf der ist, den ich schon einmal genannt habe: Die Erde und besonders die USA der 50er und 60er Jahre.
Als nach dem Zweiten Weltkrieg Firmen wie Ford und Chrysler und andere plötzlich keine Panzer mehr bauen mußten, stellte sich die Frage, was sie denn sonst bauen sollten. Nun, Autos natürlich. Also erschufen die USA das System der Interstates. Und entlang dieser Straßen verschwanden die Schienenwege und entstanden neue Vorstädte. Suburbia war nur mit dem Auto zu erreichen und ergab auch nur mit dem Auto einen Sinn. Und das war auch so gedacht.
Aber diese Welt ist tot. Suburbia ist die größte Fehlallokation von Ressourcen in der Geschichte der Menschheit. Es ergibt in einer Welt schwindender Rohstoffe keinen Sinn, den damaligen Kraftaufwand noch einmal zu wiederholen.
Trump spricht auch von Schienen. Aber auf Amerikas Schienen fährt heute Fracht, wenn überhaupt noch etwas fährt. Und sie fährt mit Dieseloks, nicht mit Strom.
Vorwärts in die Vergangenheit, Teil 2. Demnächst in ihrem Kino.

„Wir sind eine Nation“, sagt Donald Trump.
Nein. Das sind sie nicht, die USA. Schon lange nicht mehr. Derselbe Donald Trump hat noch einen Tag vorher gesagt, die Spaltung des Landes sei schon vor seiner Wahl vorhanden gewesen. Das ist sogar richtig.
Aber daran hat sich nichts geändert. Mit dieser Rede schon gar nicht. Und es läßt nur den Schluß zu, daß Donald Trump mit „Nation“ nur einen bestimmten Teil der 315 Millionen US-Amerikaner meint, keinesfalls alle.
Dieser Mann ist niemand, der Gräben überwindet und zuschüttet. Dieser Typ da baut keine Brücken. Jedenfalls keine, die man hinterher ohne Maut benutzen kann. Er ist einer, der Mauern baut und Stacheldraht auf die Kronen pflanzt.

„Wir werden alte Allianzen stärken und neue formen. Und wir werden die zivilisierte Welt vereinen gegen den islamistischen Terror, den wir restlos vom Angesicht der Erde tilgen werden.“
Diesmal verschlucke ich mich tatsächlich an meinem Tee. Die Brieftauben zwischen den europäischen Hauptstädten legen einen Zahn zu beim Fliegen.
Noch direkter kann man völlige Beliebigkeit in der Außenpolitik eigentlich kaum formulieren. Allianzen? Wenn es uns grad paßt. Und mit wem es uns paßt. Und nein – Länder, in denen der Islam in der Mehrheit ist, sind leider nicht Teil der zivilisierten Welt. So wie Indonesien beispielsweise, mit 250 Millionen Menschen die viertgrößte Nation der Erde.
„Die Bibel sagt uns, wie gut es ist nd wie erfreulich, wenn die Völker Gottes zusamenleben“, sagt Donald Trump dann noch und meint dabei den Gott seiner Pastorin, die finanziellen Wohlstand mit Gottes Gnade gleichsetzt. Und den Gott der Bibel. Da möchte man nicht gerne Muslim sein in diesem Amerika. Ich jedenfalls möchte es nicht.

„Wir stehen bei der Geburt eines neuen Jahrtausends…“
…das im Augenblick bereits in sein siebtzehntes Jahr geht. Vielleicht sollte mal jemand Mr Trumps Kalender neu einstellen.
„…bereit, die Geheimnisse des Alls zu erschließen, die Erde zu befreien von Elend und Krankheit und die Energien, Technologien und Industrien von morgen zu ernten.“
Ja, irgendwie hat man das schon einmal gehört. 1960 möglicherweise, von JFK oder so. Das Versprechen von Mythopolis, schöner kann es kaum formuliert sein. Schade nur, daß all das auch schon Schnee von vorgestern ist.
Vielleicht sollte mal jemand Mr Trump fragen was denn aus den tollen Versprechungen seiner Jugendzeit so geworden ist. Wo zur Hölle sind meine fliegenden Autos und die verfickten Marskolonien, Mr Trump?

„Zusammen werden wir Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder wohlhabend machen.“
Nun, das Problem ist nicht, daß Amerika keinen Wohlstand hätte. Das Problem ist, daß der sich in den Händen sehr weniger Leute konzentriert. Zum Beispiel in den Händen von Leuten wie Donald J. Trump. Und noch ein paar anderen, gegen die selbst ein Trump recht schlapp aussieht.

Trump ist das Paradebeispiel für die Weigerung, die eigentliche Bühne des 21. Jahrhunderts zu erkennen. Niemand vertritt all die Dinge, die er anprangert, besser als er.

Die Ironie der Geschichte will es, daß Trump mit der verkündeten Politik der Anti-Globalisierung sogar einen richtigen Weg einschlägt. Denn eben diese hat keine Zukunft mehr.
Ausgerechnet der Chef der Volksrepublik China, Staatspräsident Xi Jinping, hat gerade erst auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diese Globalisierung verteidigt.
Keinesfalls sei die Globalisierung schuld an Flüchtlingsströmen oder der Finanzkrise. Ganz klar. Wie sollte man auch überhaupt auf diese Idee kommen?

Die chinesische KP verteidigt die Ausgeburt des Höllenkapitalismus und ich höre Marx, Engels und Schumpeter in meinem Kopf lachen, während sie sich die Wasserpfeife teilen.
Schumpeter ist dieser Typ, der mal die These von der „kreativen Zerstörung“ in die Welt gesetzt hat. Ich fand diese Hypothese immer wenig stichhaltig.
Zerstörung, gleich welcher Art, ist immer und vor allem erst einmal destruktiv.
Mit Donald Trump hat der Demolition Man die Bühne der Politik betreten. Nichts an diesem Mann und seinen Verkündungen ist kreativ. Donald J. Trump wird einer der ersten großen Abwracker des Kapitalismus sein und für die Folgen andere verantwortlich machen.
So wie sein Amerika ein Amerika der Militärparaden ist, so ist seine Rede und seine ganze Persönlichkeit nichts weiter als aufgeblasene Fassade.

Chinas Präsident verteidigt die Globalisierung nicht ohne Grund, während Mao in seinem Grab rotiert, denn sein Land ist abhängig von der Exportwirtschaft. Wie Deutschland übrigens auch.
Menschen machen manchmal aus falscher Motivation heraus richtige Dinge. Donald Trump könnte so einer sein, hatte ich einmal irgendwo angedeutet.
Lokalisierung wäre exakt das, was große Handelsnationen tun müßten.
Der Globalisierung aber entgegenzuwirken, indem man sie aber einfach in Trümmer legt und auf Konfrontationskurs mit seinen Handelspartnern geht, wird nichts Gutes erbringen. Allerdings ist es genau das, was die Lange Dämmerung erwartungsgemäß mit sich bringt. Ebenso wie daraus resultierende militärische Konflikte. Die Inselnummer in der südchinesischen See, die ich schon einmal hier und da erwähnt hatte, köchelt noch immer vor sich hin.

Alles, was Trump von sich gibt, sind hohle Phrasen. Inhaltlich sagt er nichts. Immer wieder beschwört er neue amerikanische Größe, amerikanische Arbeiter, amerikanische Firmen, amerikanische Sicherheit. Die Flagge als vereinigendes Symbol. Stars and Stripes als einziges, das Amerika noch zusammenhält.
Wie Reagan beschwört er die Größe des amerikanischen Herzens und des amerikanischen Geistes. In seiner Rede brandmarkt er eine Politik und Politiker, die nur reden, aber nicht handeln. Das er selbst ebenfalls nichts anbietet und die Blockade der Politik auch und gerade durch die Republikaner erfolgt ist, kommt ihm nicht in den Sinn.

Bild 2: Einfach nur ein, zwei Stockwerke drauf und mehr Gold drüber, dann wird Amerika wieder sowas von GREAT! sein, wie es greaterer gar nicht geht. So sieht der Plan des neuen Präsidenten aus. Zumindest hat er gesagt, daß der Plan so aussieht. Und wer nicht mitmacht, ist ein Spielverderber.
QUELLE

Offensichtlich hat niemand Mr Trump gesagt, daß die Gesetze der Physik für alle gelten. Es gibt kein gutes altes, amerikanisches Fachwissen in den echten Naturwissenschaften. Derselbe Gott, der Finanzen so toll findet, hat auch die Gravitationskonstante erschaffen. Und eine begrenzte Menge an Erdöl, die nur in begrenzter Menge zu einem akzeptablen Preis geerntet werden kann auf diesem Planeten.
Der Gott, von dem Trump redet, ist einer, der dem Wunschdenken entspringt, daß Gott Amerikaner ist. Meines Wissens ist das nicht der Fall. Denn noch immer hat kein Blitz diesen beängstigenden Mann erschlagen, der da gerade seine leere Vision einer Zukunft verbreitet.
Ich schließe daraus, daß Gott wohl doch nicht existiert. Vielleicht hat er auch einfach keinen Bock, sich um diesen Idioten zu kümmern. Könnte ich verstehen. Wäre ich Gott, würde ich jetzt auch lieber auf Ursa Minor Beta am Strand liegen.

Die verwaisten Fabriken, die tot und verrostet im Land stehen, die leeren Innenstädte, die Trostlosigkeit der Industriewüaten von Detroit und Cleveland, die permanente Plünderung der noch existierenden Mittelklasse mit ihren zwei Jobs und die Hoffnungslosigkeit der Mindestlohn-Malocher in der Kaffe-Bar am Times Square, unter den leuchtenden LED-Reklamen der Konsumwelt – all das ist keine Verzerrung des American Dream oder des Kapitalismus, wie Donald Trump offensichtlich ganz fest glaubt. Es ist keine Abweichung und kein Irrtum.
All diese Dinge, von denen der neue Präsident da redet, sind der American Dream und eine logische Folge der herrschenden Wirtschaftsideologie, die Trump selbst so reich gemacht hat, wie er es eben ist. Aber er sieht es nicht. Er kann es nicht. Alle auf dem Podium können das nicht, ebenso wie die Prominenz im Publikum, sei sie republikanisch oder demokratisch. Der Kaiser ist weiterhin nackt im kühlen Washingtoner Schmuddelwetter, aber noch immer traut sich niemand, diese Erkenntnis auch auszurufen.

Die Rede dauert knappe 20 Minuten. Danach habe ich das Gefühl, daß die Flagge dieses Landes, dessen Legionen seit einem Jahrhundert die Welt erzittern lassen, diese sterbende Nation sehr bald als Leichentuch einhüllen wird. Der Wohlstand den Trump wiederherstellen will, ist gar kein amerikanischer Wohlstand. Wie Rom hat Amerika den Planeten geplündert, nur ist das in diesem Falle eben nicht metaphorisch gemeint. Der amerikanische Kuchen ist eigentlich sehr viel kleiner als das, ws sich diese Nation jeden Tag auf den Teller lädt.
Irgendwo hatte ich einmal geschrieben, daß Amerikas endgültiger Untergang, der Katalysator des Zusammenbruchs, eine militärische Niederlage sein wird. Eine Niederlage gegen einen unterschätzten Gegner, der die Lüge des Amerikanischen Traums endgültig allen idiotischen Einwohnern dieses Landes ins Gesicht schreit und so ihren Zorn hervorruft, in dem sie sich selbst vernichten werden. Der Moment, in dem dieses Land aus seiner Massenpsychose erwacht, wird ein furchtbarer Schock werden für diese zutiefst gespaltene und sich in Selbsthaß ergehende Gesellschaft dort drüben hinter dem Atlantik.

Nach Trumps Rede werde ich das Gefühl nicht los, daß er der Präsident sein wird, unter dem die USA genau das durchmachen werden.
Ich persönlich habe keinerlei Zweifel, wohin die Reise des Imperiums mit diesem Kaiser gehen wird.

 

 


Donald Trumps Rede findet sich im Original hier. Alle Übersetzungen sind von mir.

8 Gedanken zu „My hollow Trumparicans…

  1. Ich bin ein großer Fan dieses Blogs, aber die Orthografie wird von Beitrag zu Beitrag schlechter. Es stört einfach den Lesefluss, wenn man fortlaufend auf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler stößt. Daher möchte ich Sie bitten, ein wenig Zeit ins Gegenlesen vor der Veröffentlichung zu investieren. Danke 🙂

    Im Übrigen aber: Weiter so!

    • Ich bezweifle sehr stark, daß meine Beiträge im Schnitt eine Fehlerdichte von 2 erreichen. Geschweige denn wird die Ortographie hier von Beitrag zu Beitrag schlechter. Wenn Sie ständig über was stolpern, wäre eine Brille angebracht. Und zum Zeitaufwand sage ich jetzt mal nichts. Machen Sie’s besser.

  2. Rechtschreibfehler gibt es. Den Lesefluss stören tut es nicht. Orthographienaziskritiker können sich einen anderen Blog aussuchen, so richtig mit geilem Inhalt und so. Ich bleib hier.

    *klitzekleine Änderung der Formulierung. Contenance, meine Herren 😉 Kassandra 20170123_1155

  3. Ganz allgemein: Wenn schon jemand nach eigenen Worten länger mitliest und auf wirklich fiese Verschreiber stößt, kann er mir das gerne mitteilen.

    Aber ein Kommentar zur inhaltlichen Sache oder ein abgelegtes Like unter einem Artikel helfen dem Schreiber motivierend eindeutig stärker.

    Besten Dank.

  4. Ich habe mich offensichtlich nicht ausreichend klar ausgedrückt. Ich BIN ein großer Fan. Inhaltlich finde ich die Beiträge grandios und wünsche mir, dass Sie diese weiterhin so lebhaft gestalten.

    Mich persönlich stört es aber, wenn immer wieder (Flüchtigkeits-)Fehlerchen im Text auftauchen. Das stört mich übrigens auch bei den Tageszeitungen, bei denen das im Webauftritt regelmäßig passiert. Da bin ich halt wirklich ein Rechtschreibnazi. 🙂

    Lassen Sie es mich so formulieren: Ich glaube, dass Fehlerfreiheit des Textes diesen Blog – im Wortsinne – formvollendet.

    Und nochmals: Im Übrigen, weiter so!

    • Die Flüchtigkeitsfehler stören mich auch.

      Aber ich erläutere das kurz: Ich benutze zum Schreiben einen hundsgewöhnlichen Editor. Denn hier lenkt mich nichts drumherum ab. Einfach nur Text. Dann lese ich Korrektur. Selber. Ignoring Autokorrektur since 1997 ist mein Motto. Ich habe diesen Mist schon immer abgeschaltet, denn er nimmt mir das Denken ab an Stellen, an denen ich das nicht will.

      Nachteil: Wenn man eigene Texte Korrektur liest, entgeht einem immer etwas. Bemerke ich das, korrigiere ich es. Das kann aber auch mal drei Tage dauern. Ich habe schon Fehler in Texten vom vorletzten Jahr korrigiert, wenn ich die noch mal in die Hand nehme. Da war ein Leerzeichen vor dem Komma.
      Das also einer meiner Texte direkt bei Veröffentlichung keine Fehler enthält, ist aufgrund der Länge eher unwahrscheinlich. Das Niveau eines Magazins wie DER SPIEGEL schlage ich trotzdem locker. Die Flachpfeifen können nicht mal mehr mit Possessivpronomen richtig umgehen – übrigens auch woanders nicht in Hamburger Nachrichtenredaktionen. Und die werden dafür bezahlt.

      Der Zeitaufwand für den aktuellen Artikel lag alles in allem übrigens bei etwwa 7 Stunden. Und die Rohform war schon vom Freitag, geschrieben bei der Rede selbst.
      Perfektion wird angestrebt. Dauert aber einen Moment.

      Empfehelen Sie uns weiter,w enn es gefällt, sage ich da nur. Danke für das Lob und Guten Abend 🙂

  5. „Nach Trumps Rede werde ich das Gefühl nicht los, daß er der Präsident sein wird, unter dem die USA genau das durchmachen werden.“

    Und genau deshalb mögen wir doch auch den Kerl. Schocktherapie für Amerika. Was kann daran falsch sein?

    • Und genau deshalb mögen wir doch auch den Kerl. Schocktherapie für Amerika. Was kann daran falsch sein?

      Genau? What could possibly go wrong? 😀

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